Wenige Temposünder unterwegs

In Schwalmstadt waren beim Blitzermarathon nur vier Fahrzeuge zu schnell

Blitzermarathon in Schwalmstadt: An der B254 auf Höhe des Abzweiges nach Rörshain hat der Polizist des Regionalen Verkehrsdienst Markus Klapp die Raser ins Visier genommen.
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Blitzermarathon in Schwalmstadt: An der B254 auf Höhe des Abzweiges nach Rörshain hat der Polizist des Regionalen Verkehrsdienst Markus Klapp die Raser ins Visier genommen.

Die Bilanz der Polizei zum Blitzermarathon ist eindeutig: Es waren wenige Temposünder unterwegs –fast alle haben sich an die Geschwindigkeiten gehalten.

Schwalmstadt – Im Schwalm-Eder-Kreis wurden an den drei Standorten Schwalmstadt, Morschen und Wabern 851 Fahrzeuge beim Blitzermarathon gemessen. Gerade mal fünf davon seien zu schnell gefahren, teilte die Polizei mit. Vier wurden in Schwalmstadt aufgezeichnet und einer in Wabern. „So wenige Temposünder hatten wir noch nie bei einem Blitzermarathon“, sagte der Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Dirk Daniel.

In Schwalmstadt standen die Polizisten des Regionalen Verkehrsdienstes aus Homberg Christian Klocke und Markus Klapp am Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr an der B254. Dort haben sie die Raser auf Höhe des Abzweiges nach Rörshain unter die Lupe genommen. Es wurde aus dem Auto heraus geblitzt. Zum Messen der zu schnellen Fahrer wurde ein Laserblitzer eingesetzt. Vom Gerät werde ein Lichtsignal an ein vorbeifahrendes Fahrzeug gesendet, welches dieses reflektiere, erklärten die Polizisten. Verändere sich der Abstand zum Blitzer, kann per Weg-Zeit-Berechnung die gefahrene Geschwindigkeit ermittelt werden.

Schon nach nur fünf Minuten sei der Erste in die Falle getappt. „Kaum hatten wir unseren mobilen Blitzer einsatzbereit, fuhr der erste schon mit 131 Kilometern pro Stunde an uns vorbei“, sagte Christian Klocke. Dieser sei auch der Schnellste der vier geblitzten Fahrer gewesen. Auf der B254 sind 100 Kilometer pro Stunde erlaubt. Der Blitzer löst ab einer Geschwindigkeit von 110 Kilometern pro Stunde aus. „Wenn ein Autofahrer mit 136 Kilometern pro Stunde geblitzt worden wäre, hätte er seinen Führerschein abgeben müssen“, erklärte Markus Klapp. Bei jeder überschrittenen Geschwindigkeit wird allerdings noch die Toleranz mit berechnet. „Wurden die 100 Kilometer pro Stunde überschritten, dann werden noch drei Prozent vom Messergebnis abgezogen“, so die Polizisten.

Für den Blitzermarathon werden generell eigentlich gerne Hauptverkehrsstraßen genommen, weswegen die Polizisten diesmal in Schwalmstadt an der B254 standen. „Es ist eine viel befahrene Straße, wo der ein oder andere gerne auch zu schnell fährt“, so Klapp. Doch vor allem die Überholer wollten die Polizisten mit dem Blitzer einfangen, was ihnen beim ersten zu schnell Fahrenden gelungen ist. Der mobile Blitzer stand zwar nur in Fahrtrichtung von Ziegenhain nach Frielendorf, aber dennoch konnte das Gerät beide Spuren aufzeichnen, sodass auch die zu Schnellfahrer auf der Gegenfahrbahn geblitzt wurden. Rausgezogen hat die Polizei allerdings keinen. „Sie bekommen später per Brief Bescheid, dass sie zu schnell gefahren sind“, sagt Klapp.

Warum nur so wenige geblitzt wurden, erklärt sich die Polizei damit, dass es den Blitzermarathon schon seit vielen Jahren gibt und vorher wird immer bekannt gegeben, an welchen Stellen die Polizei steht.

Immer wieder schwere Unfälle

Trotz des Rückgangs der Unfallzahlen, weil durch Corona derzeit ein geringeres Verkehrsaufkommen herrscht, kommt es immer wieder zu Unfällen. Vor allem wegen zu schneller Geschwindigkeiten werden viele Unfälle verursacht, bestätigte die Polizei. Meist sind es sogar schwere Unfälle mit tödlichem Ausgang. Der Blitzermarathon soll daher darauf aufmerksam machen, bewusster Auto zu fahren und sich an die Geschwindigkeiten zu halten. „Wir wollen so erreichen, dass die Unfallzahlen zurückgehen“, sagt Polizist Markus Klapp.

(Lea Beckmann)

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