Kommentar zu Kita-Gebühren: Verursacherprinzip gilt nicht

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Schwalmstadt. Inzwischen geht es gar nicht mehr so sehr darum, wer alles sich von dem Modulmodell und den damit verbundenen Gebührensteigerungen in Schwalmstadt überrumpelt gefühlt hat. Es geht um eine gesellschaftspolitische Entscheidung. Ein Kommentar von Anne Quehl

Der Stichtag 1. März wird verstreichen, Schwalmstadt schaut offenbar gutem Fördergeld hinterher, sehr bedauerlich.

Aber das ist nicht den Eltern anzulasten, die verständlicherweise scharfen Protest signalisiert hatten. Zu spät, zu unkoordiniert, zu heftig: Gescholten wurde ausgiebig.

Nun muss ins Blickfeld rücken, wie es weiter gehen soll. Die Betroffenen um Vorschläge, ja Angebote zu bitten, klingt gut. Doch sollen sie selbst ihre Gebühren hochschrauben, aus Einsicht?

Tatsächlich muss ganz Schwalmstadt Position beziehen. Sollen die Eltern nicht unverhältnismäßig bluten, müssen weiterhin alle die Hauptlast der Betreuungsgebühren, rund 80 Prozent, abfangen. Dieser höchst gesellschaftspolitischen Frage jenseits des „Verursacherprinzips“ sollte sich jeder in der Stadt stellen. Und naturgemäß auch der, wo künftig 800 000 Euro pro Jahr gespart - oder zusätzlich eingenommen werden - sollen.

Kontakt zur Autorin: aqu@hna.de

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