Kommentar zur Wohnungsdebatte: Ohne Wenn und Aber

Schwalmstadt. Dass sich die Fraktionen im Verlauf einer Sitzung einen Ruck geben, ihr verabredetes Abstimmungsverhalten noch ändern, das kommt auch auf kommunaler Ebene selten vor. Ein Kommentar von Anne Quehl.

Am Donnerstagabend war das anders. Michael Schneider (SPD) hatte mit seinem geradezu strengen Mahnruf Erfolg, am Ende gab es nur Ja-Stimmen. Es gelang ihm klar zu machen, dass es weniger um freie Entscheidungen als um die grundsätzliche Bereitschaft der Stadt zur Mitwirkung bei den anstehenden Problemen gehe.

Das Unbehagen eines Teils des bürgerlichen Lagers war der Verquickung mit der Frage der KWS geschuldet. Bekanntlich möchte die CDU die hochverschuldete städtische Wohnungsbaugesellschaft abstoßen.

Die Grünen als Antragsteller hatten hingegen klar erkannt, dass die Gelegenheit für den Verbleib der KWS günstig ist, eben weil gerade jetzt die Sanierung der Wohnungen machbar erscheint. Sie traten unbeugsam dafür ein, dass die KWS-Frage nicht ausgeklammert wurde. Diese Vermengung ist statthaft, war aber klar kalkuliert.

Dass Wichtigste jedoch war das eindeutige Zeichen, dass man mit Schwalmstadt rechnen kann in diesen Zeiten, auch wenn es eines Weckrufs bedurfte. 

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