Kommentar: Kostenexplosion am Touristikstandort Neue Wache in Ziegenhain

Schwalmstadt. Unter den Stadtparlamentariern Schwalmstadts herrscht Empörung darüber, dass der Um- und Ausbau der Neuen Wache viel teurer wird. Ein Kommentar von Anne Quehl.

Es ist ein schwacher Trost, dass Schwalmstadt für seine Neue Wache eine Menge Fördergeld bekommt, bis zu 75 Prozent. Auch das ist Steuergeld, unser Geld.

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Man wird das Gefühl nicht los, dass solche dezent als „Kostensteigerung“bezeichneten Entwicklungen wie nun im Fall der Neuen Wache mit zuverlässiger Regelmäßigkeit eintreffen. Immer wieder wurde in der Ausschusssitzung ausgedrückt, dass sich kein Unternehmen, keine Familie mit solchen Kostenexplosionen abfinden würde oder könnte. Die öffentliche Hand als Weihnachtsgans, die sich trefflich ausnehmen lässt? Diesen Eindruck wird man nicht recht los, von der Elbphilharmonie bis zum neuen Berliner Flughafen. Geht das wirklich nicht anders?

Das Stadtparlament hatte A gesagt, heute wird es wohl notgedrungen B sagen. Das Gebäude ist erworben, entkernt und als historisches Kleinod eine öffentliche Verpflichtung. Einmal wird es nun zudem ein Mahnmal dafür sein, dass städtische Unternehmungen unter ein deutlich strengeres Management gehören.

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