Unterhaltungen mit der Welt

Künstler Heiner Hoffmann stellt in der Kunsthalle Willingshausen aus

Zweite Heimat in Willingshausen: Heiner Hoffmann stellt in der Kunsthalle aus. Foto: Christiane Decker

Willingshausen. Zur Eröffnung der Ausstellung „Meine Unterhaltungen mit der Welt“ von Heiner Hoffmann kamen am Samstagnachmittag rund 30 Gäste in die Kunsthalle. 

Der Künstler berichtete über seine inspirierende Kindheit, die er in der Nachkriegszeit in Willingshausen genossen habe.

„Wir lebten im Chaos, aber in einem sehr kreativen“, erinnerte sich Hoffmann. „Das Malerstübchen, die Bauernhöfe, die Menschen aus Nah und Fern und vor allem meine zweite Heimat, das Thielmann-Haus mit Marianne und Günther Heinemann, erweckten in mir die Liebe zu Bildern“, so der ehemalige Professor für Bildnerische Gestaltung.

In der Ausstellung sind sehr unterschiedliche Arbeiten zu sehen, die Hoffmann während mehrerer Jahrzehnte anfertigte. „Keines der Bilder, die ich mitgebracht habe, ist entstanden, um es in einer Ausstellung zu zeigen, sondern sie sind Unterhaltungen, die ich mit der Welt geführt habe“, erläuterte Hoffmann. Die Ausstellung sei eine Retrospektive seines künstlerischen Schaffens. Zu sehen sind große Strichzeichnungen, die während einer Reise nach Griechenland entstanden, und Segelschiffe und Stadtansichten aus Newcastle upon Tyne. „Ich kam neu in die Stadt und fand sie faszinierend. Ich wollte sie kennenlernen, also zog ich in den Mittagspausen los und zeichnete“, sagte der studierte Architekt.

Unter den gut 50 ausgestellten Werken befinden sich Acrylskizzen zu weißen Wänden und Porträtzeichnungen alter Menschen. „Ich wollte mein Französisch verbessern und während ich mich mit den Bewohner des Altenheims unterhielt, zeichnete ich sie und schrieb einen Teil ihrer erzählten Geschichten auf“, erläuterte Heiner Hoffmann. Seine ausgestellten Radierungen seien nicht wie üblich in einer Werkstatt entstanden, sondern er habe sie auf seinem Küchentisch geritzt, verriet der Künstler. Zu sehen ist auch eine kleine Reihe gemalter Bilder, in denen ein altes Sofa den Mittelpunkt bildet. „Meine Frau hatte das schöne Sofa auf dem Flohmarkt gekauft und ich musste es einfach malen“, sagte Hoffmann.

Das Publikum bedankte sich bei dem Künstler nach seiner Rede mit einem herzlichen Applaus. Bei Sekt, Saft und Schnittchen blieben die Besucher noch, um sich die einzelnen Werke genauer anzuschauen und mit Heiner Hoffmann, den einige schon als Kinder kannten, zu plaudern.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung läuft bis zum 15. Juli, dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr, am Wochenende und Feiertagen auch von 10 bis 12 Uhr, Kunsthalle Willingshausen.

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