Bewerbung für Landesgartenschau

Fünf wollen die Landesgartenschau: Schwalmstadt gilt als Bewerber

Pflanzen Landesgartenschau Ahornbaum Hessen
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Planen, pflanzen, gestalten: Bei der jüngsten hessischen Gartenschau 2018 in Bad Schwalbach setzt hier Marco Seidel einen Ahornbaum in die Erde. Es war die sechste LaGa in Hessen.

Fünf Bewerbungen für die hessische Landesgartenschau 2027 meldet Umweltministerin Priska Hinz – so viele wie bisher noch nie.

Neben Schwalmstadt gibt es eine gemeinschaftliche aus elf oberhessischen Kommunen sowie je eine aus Dillenburg, Frankenberg und Bad Homburg.

Das gestiegene Interesse beweist laut der Ministerin, dass die Städte und Gemeinden die ökologischen, städtebaulichen, touristischen und wirtschaftlichen Vorteile einer Landesgartenschau zu schätzen wüssten. Eine Landesgartenschau bringe kurzfristig viele Besucher, langfristig bleibe die grüne Infrastruktur erhalten. „Unabhängig von den Besucherzahlen wird die Gemeinde nachhaltig weiterentwickelt“, so die Pressemitteilung aus dem Umweltministerium. Insbesondere für Mittelzentren zeige sich die Gartenschau „als Turbo für die Regionalentwicklung und stärkt damit auch den umliegenden ländlichen Raum“. Davon seien die Verbände der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH überzeugt.

Bisher nur Interessensbekundungen

Bisher haben die sogenannten Bewerber nur Interessensbekundungen abgegeben. In Schwalmstadt war dies umstritten, der Magistrat wurde vom Stadtparlament mehrheitlich verpflichtet, diese abzugeben, obwohl er sich klar gegen den Vorschlag, der von den Freie Wähler gekommen war, positioniert hatte.

Als nächstes müssen die – definitv interessierten – Bewerber eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, anhand derer die Landesregierung entscheiden will, wer den Zuschlag erhält.

Landesgartenschau in Schwalmstadt?

Die Freie Wähler sehen eine große Chance in einer Gartenschau in Schwalmstadt. Man könne sich bundesweit präsentieren und städtebauliche Defizite in der gesamten Stadt reduzieren. Mit der Ausrichtung würden sowohl regional- und städteplanerische als auch umweltpolitische und ökologische Ziele verfolgt. Wegen der Coronakrise musste eine Informationsveranstaltung kürzlich aufgeschoben werden.

Land gibt bis zu 3,5 Millionen Euro 

Die Landesgartenschau 2027 wird mit bis zu 3,5 Millionen Euro gefördert. Die Richtlinien wurden jüngst geändert, sodass sich nun auch kommunale Zusammenschlüsse bewerben konnten, wie es für 2027 erstmals geschieht. Ebenfalls wurde geändert, dass eine Gartenschau nun anstelle von sechs Monaten auch nur drei Monate dauern kann. Damit solle ein Anreiz für kleinere Kommunen gegeben werden, sich zu beteiligen. Die Landesgartenschau in Hessen findet in der Regel alle vier Jahre statt. Die nächste ist 2023 in Fulda.

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