LKW beschädigen Straße

Holzburger beklagen sich über Schwerverkehr

Anwohner zeigen die Schäden auf der Straße
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Ärgerlich: Durch ungewöhnlich viel Schwerlastverkehr kommt es in Holzburg zu Straßenschäden. Bürgermeister Andreas Schultheis und Ortsvorsteherin Franziska Riebeling zeigen die Risse und Löcher in der Straße.

Holzburger Bürger in Sorge über die LKW-Situation vor Ort.

Holzburg. Der starke Lkw-Verkehr in Holzburg entwickelt sich zunehmend zum Ärgernis. Die Lastwagen sind auf der schmalen Straße zwischen Holzburg und dem Alsfelder Ortsteil Heidelbach nicht nur ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer, sondern sorgen auch für Schäden. Sowohl Schrecksbachs Bürgermeister Andreas Schultheis wie auch Ortsvorsteherin Franziska Riebeling berichten von brenzligen Situationen, wenn sich zwei Lkw entgegenkommen.

An manchen Tagen habe sie das Gefühl gehabt, dass Dutzende Lkw durch Holzburg rollen, so die Ortsvorsteherin.

Dass mehr Lastwagen über die Landesstraße 3156 und durch den kleinen Schrecksbächer Ortsteil fahren, ist auch Hesssen Mobil aufgefallen. „Es scheint viele Lkw-Fahrer zu geben, die bei der Umfahrung der Baustellen in Alsfeld auf diese Strecke ausweichen“, sagte der Sprecher von Hessen Mobil, Marco Lingemann, auf Anfrage der HNA.

Diese Vermutung bestätigt auch der Schwalm-Eder-Kreis. Für den Lkw-Verkehr gebe es eine Umleitung ab Alsfeld/Ost. Da die Umleitung so weiträumig sei, nutzten wohl viele Lkw-Fahrer die Möglichkeit, auf der Bundesstraße 62 in die Ortslage zu fahren, um dann innerorts auf die Landesstraße Richtung Norden und somit auch durch Holzburg zu fahren, erklärte ein Sprecher. Mit dem Ende der Bauarbeiten sollte sich das Problem erledigt haben, hofft der Kreis.

Noch keine Unfälle in Schrecksbach

Bislang kam es – zumindest auf der Schrecksbacher Seite – noch zu keinen größeren Unfällen. Schäden gibt es abgesehen neben den strapazierten Nerven der Holzburger trotzdem. Fahrspuren der schweren Fahrzeuge finden sich auf der Bankette, und im Ortskern zeigt die Heidelbacher Straße deutliche Abnutzungserscheinungen. Insbesondere im Kurvenbereich in Fahrtrichtung Schrecksbach ist der Straßenbelag regelrecht porös, zeigt Risse und Löcher. Man fühle sich an die Zeit der großen Manöver erinnert, als Kettenfahrzeuge regelmäßig die Straßen beschädigten.

„Die L3156 in Holzburg sieht in der Tat nicht sehr gut aus. Die Straße ist sanierungsbedürftig“, meint auch der Sprecher von Hessen Mobil. Aus diesem Grund wurde der rund einen Kilometer lange Abschnitt entlang der Heidelbacher Straße von der Kreisgrenze bis zur Einmündung in die Hauptstraße in Holzburg laut Hessen Mobil auch in die aktuelle Fortschreibung der Sanierungsoffensive des Landes aufgenommen. „Die Sanierung soll bis spätestens 2025 umgesetzt werden. Einen genauen Termin können wir noch nicht nennen“, so Marco Lingemann.

Ganz ohne Lkw-Verkehr wird es aber wohl auch in Zukunft in Holzburg nicht gehen. Die Heidelbacher Straße ist als Landesstraße auch und gerade dem überörtlichen Verkehr gewidmet, sodass eine Sperrung oder Beschränkung laut Kreis nur bei sogenanntem Mautverdrängungsverkehr möglich wäre.

Das Problem sieht der Schwalm-Eder-Kreis aber in Holzburg nicht. Man gehe davon aus, dass das erhöhte Schwerverkehrsaufkommen aus der Sperrung der Bundesstraße 62 in Alsfeld resultiert und die Strecke nicht zur Vermeidung der Maut genutzt wird, da der Zeitaufwand durch die Passage der Ortsdurchfahrten erheblich höher ist als bei Nutzung der Bundesstraße, heißt es aus dem Kreishaus. (Matthias Haaß)

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