1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt
  4. Schwalmstadt

Sogar schwere Lkw nutzen temporäre Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung

Erstellt:

Kommentare

Vor dem Logistikzentrum der Firma Heidemann steht ein Sackgassenschild.
Sackgassenhinweis wird immer wieder ignoriert: Nur Rettungsfahrzeuge dürfen die Nebenstrecke von Ziegenhain Süd her befahren. © Anne Quehl

Die Verkehrssituation in Schwalmstadt aufgrund der Vollsperrung der Bundesstraße zwischen Treysa und der Feuerwache sorgt weiter für Debatten.

Schwalmstadt – Von chaotischen Szenen und hoher Unfallgefahr berichtete in der Parlamentssitzung am Donnerstagabend in der Kulturhalle Thorsten Wechsel. Als Anlieger an der derzeitigen Behelfsumgehung parallel der B 454 (Treysa-Industriegebiet Richtung Heidelmann/Landstraße Allendorf/L.) beobachte er tagtäglich, dass es zu haarigen Situationen komme.

Auch schwere Sattelzüge seien in gegen die Einbahnregelung aus Richtung Ziegenhain kommend unterwegs, und es komme zu plötzlichen Wendemanövern, wenn Fahrer sich doch nicht weitertrauen oder Kontrollen wahrnehmen. Wechsel: „Es ist eine Frage der Zeit, bis Personen zu Schaden kommen.“ Er fordert den Einsatz von „Blitzern“ und ernsthafte Überprüfungen mit Geldbußen.

Regelung entlastet Ascherode

Dagegen hielt Michael Knoche, der auch Ortsvorsteher von Ascherode ist. Knoche bedankte sich für die geltende Lösung – dass der Verkehr von Treysa Richtung Ziegenhain dort frei ist. Das entlaste sein Dorf spürbar und sei mithin im Interesse von vielen Menschen. Die noch existenten Verkehrsströme in Ascherode seien nach wie vor erheblich und müssten von den Ascherödern „geschluckt“ werden.

Bürgermeister Stefan Pinhard sagte zur Regelung, dass sie mit allen abgestimmt sei. Man müsse sich auf das Wort von Kreisverkehrsbehörde und Hessen Mobil verlassen. Eine weitere Optimierung der Ausschilderung schlug Parlamentschef Reinhard Otto vor.

offizielle Umleitung führt über Ascherode

Seit der zweiten Septemberwoche ist die Verkehrsader B 445 zwischen Ziegenhain und Treysa dicht. Die offizielle Umleitung führt über Ascherode, wobei der überörtliche Schwerlastverkehr weiträumiger über Wasenberg fahren soll (HNA berichtete). Es war und ist aber eben auch erlaubt, die Strecke von Treysa Nord Richtung Ziegenhain Südbahnhof zu nutzen – was jedoch nicht publik gemacht wurde. Der Abschnitt ist temporär Einbahnstraße, Rettungsfahrzeuge dürfen in beiden Richtungen passieren.

Michael Knoche sagte am Freitag im Gespräch mit der HNA, dass die starke Verkehrsbelastung im Dorf inzwischen weitgehend akzeptiert werde, da es nunmal keine anderen Lösungen während der erforderlichen Sanierung der B 454 gebe. Allerdings wünsche sich die Dorfgemeinschaft eine weitere Bedarfsampel am Brunnenplatz.

vorläufiges Baustellenende im Dezember

Er sei froh darüber, dass der Bauabschnitt 1 nach derzeitiger Lage wie geplant Mitte Dezember abgeschlossen wird und die Pause dann ersteinmal bis März dauere. Zu solch langen Staus wie ganz zu Beginn der Sperrung komme es nicht mehr.

Die Stadtverwaltung wies unterdessen jüngst in einer Pressemitteilung gesondert darauf hin, dass von Treysa kommend die in den Industriegebieten Treysa Nord und Harthbergring ansässigen Unternehmen erreichbar seien. Vom Haziendakreisel her bestehe freie Fahrt dorthin, das gehe auch aus der Beschilderung hervor.

Nach der Winterpause geht es mit den Abschnitten 2 und 3 weiter: Dann sollen der lang erwartete Kreisel an der Feuerwache/B 454 realisiert und die Fahrbahn bis zur Kreuzung am ehemaligen Joneleitmarkt erneuert werden. Im dritten Bauabschnitt soll schließlich die Sanierung der Kreuzung B 454 ab der Straße „In der Aue“ (Zufahrt zum Industriegebiet Treysa-Nord) bis zum Ortseingang von Treysa erfolgen. (Annemone Quehl)

Auch interessant

Kommentare