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Prozess in Schwalmstadt: Mann schlägt Radler

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Gesetzbücher im Gericht (Symbolbild)
Gericht (Symbolbild) © Sebastian Gollnow / dpa

Vor dem Amtsgericht Schwalmstadt ging der Prozess gegen einen 35-Jährigen in die zweite Runde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine Frau mehrfach misshandelt zu haben. Außerdem soll der 35-Jährige einen Radfahrer geschlagen haben.

Schwalmstadt. Der Angeklagte soll sie unter anderem gewürgt und getreten haben – auch als sie mit einem gemeinsamen Kind schwanger war (HNA berichtete). Alle Zeugen am zweiten Verhandlungstag bestätigten die Vorwürfe der häuslichen Gewalt gegen den Angeklagten. Eine ehemalige Vermieterin, Polizei und ein Nachbar konnten von Gewalttätigkeiten gegenüber der Ehefrau berichten.

Ein Nachbar – seinen Garten durfte die junge Familie mitbenutzen – sagte vor Gericht aus, dass der Angeklagte an einem Sommertag im Garten betrunken Fußball gespielt habe. Dabei habe er seine kleine Tochter, die damals gerade stehen konnte, mit dem Lederball abgeschossen. Dass die Tochter in Tränen ausgebrochen sei habe den Vater nicht gekümmert. „Ist doch nicht so schlimm. Das tut ihr nichts, die ist doch so wie ich“, soll er seiner Frau entgegnet haben.

Paar ist auf Wohnungssuche

Die aktuelle Freundin des Angeklagten zeichnete ein anderes Bild. Ihr Partner habe nach einem schweren Fahrradunfall den Drogen und dem exzessiven Alkoholkonsum abgeschworen. Aggressives Verhalten oder Gewalttätigkeit sei ihr noch nicht aufgefallen. Mit den Kindern, die sie in die Beziehung brachte, verstehe er sich blendend. Sie wollten sich demnächst zusammen eine Wohnung nehmen.

Ein weiterer Anklagepunkt bezog sich auf einen Vorfall in einem Waldstück. Hier soll der Angeklagte mit einem roten Kleinwagen auf einem Waldweg geparkt haben. Auf die Bitte eines Fahrradfahrers, er möge doch ein wenig zur Seite fahren, damit die Radlergruppe mit einem Fahrradanhänger vorbeikomme, habe er aggressiv reagiert. Das bestätigte der Fahrradfahrer. Der Angeklagte sei auf ihn zugestürmt und habe ihn bedroht. Er habe den Mann daraufhin weggestoßen. Dabei sei der Angeklagte hingefallen, habe sich aufgerappelt, und ihm Faustschläge gegen den Kopf versetzt, sagte der Zeuge.

Der Prozess wird fortgesetzt. (Philipp Knoch)

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