Moderne Technik, die motiviert

Atemschutzübungsstrecke:  Landkreis investiert 2,7 Millionen Euro in neue Anlage in Schwalmstadt

Redakteur testet die neue Atemschutzübungsanlage
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HNA-Redakteur Matthias Haaß testet die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain. Mit dem Rücken zur Kamera Feuerwehrmann Mario Nickel.

Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test.

Ziegenhain. Es kommt eigentlich so gut wie nie vor, aber ab und an kann man auch als Redakteur private und berufliche Termine miteinander verbinden. Der Besuch der neuen Atemschutzübungsanlage des Schwalm-Eder-Kreises in Ziegenhain war ein solcher Termin, der Angenehmes mit Nützlichem kombinierte. Was letztlich angenehm und was nützlich ist, ist wie immer, eine Frage des Blickwinkels.

Schwalmstadt: Neue Atemschutzübungsanlage im HNA-Test

HNA Redakteur Matthias Haaß testet die neue Atemschutzübungsanlage
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß (links) und Feuerwehrmann Mario Nickel
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß testet Atemschutzübungsanlage
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
Teil der Atemschutzübungsstrecke in Ziegenhain
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
Redakteur testet die neue Atemschutzübungsanlage
HNA-Redakteur Matthias Haaß testet die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain. Mit dem Rücken zur Kamera Feuerwehrmann Mario Nickel. © Stefan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß und Feuerwehrmann Mario Nickel
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß und Feuerwehrmann Mario Nickel
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß beim Hammerziehen
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
Übung am Armergometer
Belastungstest: Im Übungsraum müssen die Feuerwehrleute eine definierte Leistung erbringen. Der HNA-Redakteur am Armergometer. © Sandra Rose
HNA Redakteur (links) und Feuerwehrmann Mario Nickel
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
HNA Redakteur Matthias Haaß (links) und Feuerwehrmann Mario Nickel
Die neue Atemschutzübungsanlage in Ziegenhain ist eine der modernsten ihrer Art in Hessen. Für Atemschutzgeräteträger ist der jährliche Besuch der Pflicht. Unser Redakteur machte den Test. © Stephan Bürger
Technikraum der neuen Atemschutzübungsanlage mit Feuerwehrmann Störmer
HNA_ASÜ-Test_Stephan Bürger (1).JPG © Stephan Bürger
Praxisschulung vorm Übungslauf
Vor der Praxis kommt die Theorie: Jürgen Störmer (Bildmitte) erklärt Matthias Haaß (links) und Mario Nickel den Übungsablauf. © Stefan Bürger

Als ausgebildeter Atemschutzgeräterträger und aktiver Feuerwehrmann muss auch ich jedes Jahr eine sogenannte Belastungsübung absolvieren, bislang fanden diese Übungen in der alten Übungsstrecke statt – zumindest bis zur Coronapandemie. Aufgrund der hohen Hygieneanforderungen und einem Defekt in der alten Strecke war mein letzter „richtiger“ Streckendurchgang im Mai 2019. Es wurde also Zeit und es galt, die Gunst der Stunde zu nutzen.

Vor der Praxis kommt die Theorie: Jürgen Störmer (Bildmitte) erklärt Matthias Haaß (links) und Mario Nickel den Übungsablauf.

Eins vorweg: Die Wartezeit und die Investition des Kreises haben sich aus Feuerwehsicht gelohnt. Entstanden ist ein moderner Zweckbau mit großen, hellen und freundlichen Räumen. Die Zeiten, wo Feuerwehrleute in Ziegenhain im engen Keller üben mussten, sind endgültig vorbei – anstrengend ist es aber trotzdem noch.

Anlage auf dem neusten Stand

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Todenhausen, Mario Nickel, war ich einer der ersten Atemschutzgeräteträger, die die Möglichkeit hatten, auf der neuen Anlage einen regulären Streckendurchgang zu durchlaufen – der zweite Mann war erforderlich, weil bei der Feuerwehr immer im Trupp gearbeitet wird. Auch die Ausbilder um Atemschutzgerätewart Jürgen Störmer waren gespannt, ob die geplanten Abläufe – auch unter Coronabedingungen – funktionieren.

Los ging es in einem großzügigen Umkleideraum. Die Schutzausrüstung findet in persönlichen Spinden Platz, Atemschutzgeräte können auf einem Arbeitstisch einsatzbereit gemacht werden – die Tür in die Umkleide ist übrigens so breit, dass die bei Feuerwehren mittlerweile weit verbreiteten Rollcontainer in das Gebäude geschoben werden können – ein Pluspunkt in Sachen Logistik. Der Lehrsaal ist ebenfalls modern eingerichtet, die Lehrmittel auf aktuellsten Stand. Das gilt auch für die sanitären Einrichtungen – die warme Dusche nach der Anstrengung ist kein Problem.

Belastungstest: Im Übungsraum müssen die Feuerwehrleute eine definierte Leistung erbringen. Der HNA-Redakteur am Armergometer.

Puls wird jederzeit überwacht

Kern der Anlage ist natürlich die Atemschutzübungsstrecke. Auch alte Hasen finden sich schnell zurecht – Mario Nickel und mir ging es jedenfalls so. Jeder Teilnehmer wird überwacht, ein Brustgurt misst den Puls. Mittels eines Armbands kann man sich an den Übungsgeräten anmelden. Was besonders positiv auffällt, neben jedem Gerät hängt ein Display, das den aktuellen Trainingsstatus und Puls darstellt. Das man bei Endlosleiter, Laufband, Armergometer, Hammerziehen und dem Fahrradergometer genau nachvollziehen kann, was man macht, motiviert zusätzlich.

Die Übungsstrecke, man könnte auch Käfig sagen, besteht aus verschiedenen Ebenen und Hindernissen. Natürlich darf auch die Röhre nicht fehlen. Hier muss das Atemschutzgerät abgenommen werden, mit den Füßen zuerst geht es dann hindurch. Bei meinem Durchgang gab es dann auch an dieser Stelle direkt eine kleine Rüge durch Atemschutzgerätwart Jürgen Störmer: Nur weil man mit dem Gerät auf der Schulter durch die Röhre kommen könnte, ist das noch lange nicht richtig.

Geschafft: Nach knapp 25 Minuten war der Streckendurchgang für Matthias Haaß und Mario Nickel vorbei.

Am Ende steht für Mario Nickel und mich auf dem Auswertungsbogen „Übung bestanden“ – den Test bestanden hat auch die Atemschutzübungsanlage. Die Wehren im Kreis können sich auf eine moderne Anlage freuen – so macht Ausbildung Spaß. (Matthias Haaß)

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