Matthias II. von der virtuellen Wolke ist Karnevalsprinz

„Der Treeser Karneval hält jede Abgasnorm, unser Narrenmotor ist topp in Form“: Karnevalseröffnung war wie immer im Gasthaus Rockensüß in Allendorf. Foto: Rose

Schwalmstadt. „Der Treeser Karneval hält jede Abgasnorm, unser Narrenmotor ist topp in Form“: unter diesem Motto steht die 58. Kampagne des Karnevalskomitees der Liedertafel Treysa (KKdLT).

Eröffnet wurde der närrische Reigen am Mittwochabend im Gasthaus Rockensüß in Allendorf. Dabei ging es nicht nur um die Insignien der Macht, um Orden und Ehre, die Karnevalisten stießen standesgemäß auf die Kampagne an, hielten Rückschau und kürten ihr neues Prinzenpaar.

Nach dem Einmarsch des Fünferrates lenkten die beiden neuen Sitzungspräsidenten Thorsten Trebing und Karl-Heinz Aringer durch das närrische Programm. Musikalisch steuerte Martin Küsters das Narrenschiff sicher durch die Nacht und sorgte mit Schunkel- und Tanzrunden für Stimmung.

Protokollerin Brigitta Aringer ließ die Kampagne mit spitzer Zunge und feiner Ironie Revue passieren. Grassierte doch in der vergangenen Session so manches Zipperlein unter den Akteuren. „Was zauberte Prinz Bernd aus seinem Hut - unter anderem Immodium akut“, erklärte Aringer in der Rolle der Chefredakteurin der Apotheken-Umschau. Gemäß des Mottos: „Ein Narr fühlt sich erst pudelwohl, schluckt er Paracetamol.“

Gar übel spielten die Narren dem Chef des Komitees Günter Felgenhauer und seiner Frau Waltraud mit: Die bekamen nämlich den nicht ganz ernst gemeinten Präsidentenorden. Da wurde so manche Macke der beiden Urgesteine im Treeser Karneval humoristisch präsentiert. „Wenn Waltraud zu Weihnachten das Haus schmückt, wissen wir, warum Günter sich zum Karneval verdrückt“, scherzte Aringer.

Das sei im Übrigen der erste Präsidentenorden, der ohne Günters Zustimmung verliehen werde: „Denn sind wir Präsidenten wie aus dem Ei gepellt, wird sich bei Günter erstmal vorgestellt.“ Doch im ganzen karnevalistischen Reigen könne man sich vor ihrer Leistung nur verneigen, war sich der Fünferrat sicher.

Heiter ging es mit den Männern der Spätlese weiter, die als Schwalmbräu-Bierflaschen die Bühne betraten und mit ihren Liedern für gute Laune sorgten. Die Damen der Garde machten wie immer eine gute Figur. Sein Debüt gab an diesem Abend Sascha Bischof, gebürtig aus der Gegend um Fulda. Er überzeugte als „Fuldaer Jung“ in der Bütt.

Die Prunksitzungen sind für Samstag, 30. Januar sowie Samstag, 6. Februar, geplant. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 7. Februar, startet ab 14 Uhr der Kinderkarneval.

Auftakt des Treeser Karnevals

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