Mülltonnen-Leerung

Müll stinkt zum Himmel: Reklamationen über fehlende Leerung reißen nicht ab

Mit der Einführung der Biotonne im Kreis und der Umstellung des Abfallkalenders mehren sich im Kreis massiv die Beschwerden.
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Mit der Einführung der Biotonne im Kreis und der Umstellung des Abfallkalenders mehren sich im Kreis massiv die Beschwerden.

Das Thema Müll stinkt für viele mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel: Bereits in den vergangenen Wochen mehrten sich nach der Umstellung des Müllkalenders die Reklamationen (HNA berichtete). Und die Probleme dauern an.

Schwalm – Das zeigt eine Fülle von Kommentaren in Sozialen Medien. Tonnen für Rest-, Bio- und Plastikmüll bleiben vielfach stehen, seitdem das Unternehmen RMG (Rohstoffmanagement GmbH) mit der Entsorgung beauftragt ist.

Beschwerden

Rolf Erhard aus Wiera beispielsweise schreibt uns, dass die Restmülltonne vergangene Woche nach sechs Wochen endlich geleert werden sollte – das sei abermals nicht geschehen. E-Mails und Telefonate seien im Sande verlaufen, mindestens zehn Mal habe er angerufen, berichtet Erhard, und jedes Mal sei er mit der Aussage abgespeist worden, eine E-Mail zu schreiben. „Es kann nicht sein, dass man jedes Mal die Zusage der Bearbeitung und Erledigung der Angelegenheit in Aussicht gestellt bekommt und nichts passiert“, ärgert sich der Anwohner der Niederrheinischen Straße.

Weiter berichtet er von einem „Höhepunkt“ am 22. Juli. Der Lkw zur Leerung der Blauen Tonne habe zwar gehalten, die Tonne, die direkt am Bordstein stand, wurde aber nicht geleert. Auch die seit Tagen dort stehende, stinkende Biotonne sei übersehen worden. „Wir zahlen für nichterbrachte Leistungen“, ärgert sich der Wieraer mit einem klaren Appell: „ Bringen Sie die Angelegenheit endlich in Ordnung, früher hat es ja auch bestens geklappt.“

Beschädigungen

Elisabeth Losekamm-Radtke aus Treysa hat ähnliche Erfahrungen gemacht: Nachdem die blauen Tonnen am 14. Juli im gesamten Windmühlenweg nicht geleert worden waren, habe sie nach Anfrage bei der Stadt die Anweisung erhalten, die Tonnen bis zur späteren Abholung stehen zu lassen – „trotz des Hinweises auf die Enge der Straße“.

Schließlich sei das Müllfahrzeug den schmalen und steilen Windmühlenweg hinunter gefahren – „man glaubt es kaum – rückwärts von oben, es hinterließ bei diesem überaus risikoreichen Manöver beeindruckende Reifenabriebspuren und teilweise auch Beschädigungen auf der vor einem Jahr neu geteerten Straße“, schreibt die Treysaerin. Die Mülltonnen seien ungeleert in die Zufahrt eines Anwohners gerollt worden. Anrufe bei der RMG-Hotline endeten in der Warteschleife – „das kann und darf doch nicht wahr sein“.

Keine Lösungen

Auf Uwe Böhnerts Beschwerde reagiert die RMG mit der Frage, ob die Tonne auch wirklich am Abfuhrtag am Straßenrand gestanden habe. „Das ist mehr als dreist“, findet der Dillicher. Stephanie Fromm kommentiert bei Facebook: „Es ist eine Katastrophe. Lösungsvorschläge gibt es nicht.“ Unter dem Synonym „Schwälmer Land“ heißt es: „Ortsunkundige Fahrer sollten erst mal eingewiesen werden und als Fahrer sollte man wissen, wie breit sein Fahrzeug ist.“

Die Restmülltonne von Karen Lange wurde offenbar einfach mitgenommen – „bis heute keine neue da, keiner fühlt sich verantwortlich“. Rüdiger Wiltzer verweist auch darauf, dass man darauf achten sollte, was in die Tonne gehört: „Viele Leute sind einfach zu deppert, Mülltonnen richtig zu befüllen. Genau wie beim Gelben Sack. Und wenn der Müll dann stehen gelassen wird, wird die Schuld dem Abfuhrunternehmen gegeben.“ Offenbar bleiben zudem auch Altpapiertonnen stehen, so Stefanie Wagner aus Schönau. (Sandra Rose)

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