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Schwalmstadt: Musiker wird Imbissbesitzer

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Santo Di Grazia bietet in seinem Imbiss Soulkantine viele regionale und selbst hergestellte Gerichte an.
Santo Di Grazia bietet in seinem Imbiss Soulkantine viele regionale und selbst hergestellte Gerichte an. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Santo Di Grazia, genannt Gino, hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Seinen Imbisswagen hat der leidenschaftliche Musiker und Sänger mit einer professionellen Sound- und Lichtanlage ausgestattet.

Schwalmstadt - Natürlich darf auch die Nebelmaschine nicht fehlen. Bei allem was er macht, kann man seine Leidenschaft für Musik erahnen. „Bei größeren Veranstaltungen will ich meinen Imbisswagen mit einer Bühne erweitern und befreundete Musiker engagieren. Meinen Gästen will ich ein Erlebnis bieten.“ Der 49-Jährige aus Wiera verbindet in seiner Soulkantine Musik mit Imbiss. „Ich habe bei anderen Imbissbuden vermisst, dass die Betreiber regionale und vor allem selbst gemachte Produkte anbieten. Besonders hier im Kreis gibt es so viele kleine Erzeuger.“ Deren Potenzial wolle Di Grazia ausschöpfen.

Ein Imbiss sein zwar ungesund, aber Di Grazia wolle ihn so gesund und regional wie möglich machen. Ihm ist wichtig, dass es so viele Produkte wie möglich selbst herstellt. Insbesondere auf die eigens kreierte Currysauce ist er stolz. Die Imbissbude ist für Di Grazia ein Deutsches Kulturgut, das er erhalten möchte.

Die Soul Brothers, die Band von Santo Di Grazia (mitte) bei einem Auftritt in Kassel. Di Grazia ist auch Mitglied von Absolut Unplugged und N-Gin.
Die Soul Brothers, die Band von Santo Di Grazia (mitte) bei einem Auftritt in Kassel. Di Grazia ist auch Mitglied von Absolut Unplugged und N-Gin. © Dieter Schachtschneider

Positive Einstellung zum Leben

„Ich gehe gerne auf Menschen zu. Mein Motto ist: Let me entertain you“, erzählt der Imbissbetreiber zwischen Pommes, Schnitzel und Currywurst. Es freut ihn, dass sein Imbiss bisher so gut angenommen wird. Er nimmt sich bei jedem Kunden Zeit für ein Gespräch. „Da wo ich ursprünglich herkomme, dem Ruhrgebiet, ist der Imbissbetreiber wie ein Therapeut für die Menschen. Wie der Wirt von der Kneipe um die Ecke. Dieses Angebot will ich meinen Gästen auch machen.“

Im hellgrünen Design seines Imbisswagens spiegele sich wieder, dass er gern in der Natur sei. Für Di Grazia sei grün positiv und beruhigend. „Natürlich hatte ich Bedenken wegen der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine“, erzählt der Gründer, „ein Restaurant zu eröffnen hätte ich mich nicht getraut. Aber rückblickend habe ich genau den richtigen Zeitpunkt gewählt. Den Wagen und die Einrichtung habe ich aus heutiger Sicht extrem günstig bekommen.“

Die Musikerkarriere will Di Grazia nicht ruhen lassen. „Unter der Woche betreibe ich den Imbiss, aber sobald es Wochenende ist, bin ich weiterhin mit Leib und Seele Musiker.“ (Philipp Knoch)

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