Nach Brand in Schuhfabrik: Hätte noch schlimmer kommen können

Erleichtert, weil nicht noch mehr passiert ist: Harald Neisser, seit Anfang Juni neuer Geschäftsführer des Ziegenhainer Schuhherherstellers Rohde, lobte den schnellen Einsatz der Schwalmstädter Feuerwehr

Ziegenhain. Es hätte auch schlimmer kommen können: Erleichtert zeigte sich Harald Neisser, Geschäftsführer des Ziegenhainer Schuhherstellers Rohde, nach dem Brand am Mittwochabend.

Am Mittwoch gegen 22.34 waren beim Eintreffen der Ascheröder Feuerwehr bereits Flammen aus dem Flachdach des Verwaltungsgebäudes von Schuh-Rohde geschlagen. Hoher Sachschaden entstand, gebrannt hatte es in einer Halle, die an das zur Straße hin gelegene Designzentrum des Schuhherstellers angrenzt. Personen kamen bei dem Brand nicht zu schaden.

Eine Passantin hätte einen lauten Knall gehört, erzählt Neisser, deshalb war man zunächst von einer Explosion ausgegangen. Offenbar hatte sich durch den Schwelbrand im Inneren des Gebäudes eine Platte von der Fassade gelöst und damit das laute Geräusch verursacht.

Neisser lobt ausdrücklich den schnellen und umsichtigen Einsatz der Schwalmstädter Feuerwehren unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Stefan Kürschner. Im Einsatz waren laut Kürschner neben zehn Rettern des Roten Kreuzes 60 Einsatzkäfte der Wehren aus Ascherode, Treysa, Niedergrenzebach, Trutzhain und Ziegenhain. Drei Trupps mit Atemschutzgeräten hatten laut Kürschner zunächst die Lage im Inneren geprüft. Mithilfe von Einsatzkräften auf der Drehleiter von außen und einem Trupp von innen konnte das Feuer rasch gelöscht werden. „Durch diesen Ablauf konnte Schlimmeres verhindert werden“, lobte Neisser.

Schwieriger gestalteten sich die Nachlöscharbeiten. Die Wärmebildkamera ließ laut Kürschner noch lange nach den letzten sichtbaren Flammen hohe Temperaturen erkennen. Erst gegen 1.15 Uhr allerdings waren die letzten Glutnester gelöscht und die Feuerwehren konnten abrücken.

Nach ersten Schätzungen dürfte laut Polizei der Sachschaden zwischen 50.000 und 100.000 Euro liegen. Zur Ermittlung der Brandursache wurde die Kripo eingeschaltet. Mit dem Brand sei die Präsentation der neuen Kollektion am Donnerstagabend im Kino Burgtheater in Treysa nicht gefährdet, so Neisser. Auch wenn Rohde-Schuhe inzwischen im Ausland produziert würden, bilde der Standort Ziegenhain mit 160 Mitarbeitern weiterhin das Herz des Unternehmens, so Neisser. Neben Einkauf und Finanzbuchhaltung sind weiterhin die Modellproduktion und Musterentwicklung in dem Firmenkomplex in Ziegenhain ansässig.

Feuer in der Schuhfarbik Rohde in Schwalmstadt

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