Fußball-Verbandsliga: Wechsel im Sommer - Nachfolger lobt seinen Vorgänger

Harald Hauer übernimmt FC Schwalmstadt

Der Präsident des Verbandsligisten 1. FC Schwalmstadt mit seinem aktuellen und seinem kommenden Trainer: (v.l.) Hans Schweigert, Heinrich Gringel und Harald Hauer. Foto: Ohm

Ziegenhain. Die Präsentation des neuen Trainers glich einer Zeitreise. Gefragt nach den Motiven für sein Engagement in der kommenden Spielzeit beim 1. FC Schwalmstadt (wir berichteten) sagte Harald Hauer: „Es hat mich sehr beeindruckt, wie die Mannschaft nach der schweren Hessenliga-Saison zurück gekommen.“

Nach einer Saison also, in der die Mannschaft als Aufsteiger kräftig Lehrgeld zahlen musste und als abgeschlagenes Schlusslicht gleich wieder abstieg.

Natürlich wusste der kommende „Neue“, wem das zu verdanken war. Hans Schweigert nämlich, dem aktuellen Coach, „dessen hervorragende Arbeit ich weiterführen will.“ Die entscheidend zur Vergangenheitsbewältigung beitrug, indem dieser das angeschlagene Team nach dem kurzen und unrühmlichen Serrano-Intermezzo auf Kurs brachte. Dergestalt, dass der FCS wieder ein Spitzenteam der Verbandsliga und sogar ein ernsthafter Anwärter auf den zweiten Platz ist, der zu den Aufstiegsspielen in die Hessenliga berechtigt.

Kein Wunder also, dass dessen Nachfolger „Kontinuität“ verspricht. Das heißt insbesondere „junge Spieler als Fundament des Kaders weiter zu entwickeln.“ Eine mittelfristige Rückkehr in die Hessenliga nicht ausgeschlossen, aber „kein vorrangiges Ziel“. Der Anspruch sei, so FCS-Präsident Gringel, wie gehabt Verbandsliga zu spielen. Dazu setzt er auf eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Verteidiger des TuSpo Ziegenhain, der von Co-Trainer Alexej Möller unterstützt wird. Und dazu konnte Heinrich Gringel seinem kommenden Coach personelle Kontinuität versprechen: „Wir vertrauen dem aktuellen Kader und der bleibt auch weitgehend zusammen.“ Weiterhin werden zwölf A-Jugendliche zum Seniorenbereich stoßen, außerdem freut sich der Club über einen Zulauf von Flüchtlingen.

Knifflige Aufgabe in Neuhof

Eine Personalie war dem FCS-Boss besonders wichtig: Leon Lindenthal, das umworbene Talent, bleibt den Schwälmern treu. Der Noch-A-Jugendliche stellte mit drei Treffern beim 3:1 gegen Schauenburg unter Beweis, dass er mittlerweile auch in der ersten Mannschaft eine unverzichtbare Größe ist. Und zur Freude seines Trainers diesem im Nachholspiel beim SV Neuhof (Mi. 18.30 Uhr) zur Verfügung steht, was für einige verletzte und erkrankte Stammkräfte (u.a. Trümner, Erdem, Liebermann) genauso wenig gilt wie für die beruflich verhinderten Jan Niklas Brandner und Timo Brauroth.

Zu den Personalproblemen gesellt sich ein aufstrebender Gegner, was die Aufgabe viel kniffliger als im Hinspiel (3:0 für Schwalmstadt) macht. Also erwartet Trainer Schweigert ein „Duell auf Augenhöhe“, also erklärt Fabian Seck die Gastgeber zum „besten Aufsteiger, der richtig gut in der Liga angekommen ist.“ Dafür spricht auch eine SVN-Serie von acht Spielen ohne Niederlage, die erst am vorletzten Spieltag beim 2:4 in Weidenhausen riss. Dabei überragte Radek Görner als Torjäger (elf Treffer), der nun auch noch von Winterneuzugang Mario Martinez (schon drei Tore) trefflich unterstützt wird. Im Mittelfeld erwies sich Marko Curic als echte Verstärkung.

Da passt es nicht so richtig ins Bild, dass Neuhofs Co-Trainer Alexander Bär seine Elf zum „klaren Außenseiter“ abstempelt. Vielleicht, um seiner Elf den Druck zu nehmen. Aber auch in dem Wissen, dass der Gast nach schwerer Vergangenheit die Gegenwart unerwartet gut gemeistert hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.