Wache Sinne für die Umwelt

Naturpark Knüll setzt auf Bildungsarbeit für Kinder

Gemeinsame Umweltbildung unter dem Dach des Naturparks Knüll: Naturpark-Geschäftsführerin Katrin Anders (vorne) mit dahinter von links Sara Engelbrecht, Dr. Wolfgang Fröhlich vom Wildpark Knüll, Stefan Ross vom Umweltbildungszentrum Licherode, Streuobstpädagogin Carola Drüsedau aus Densberg sowie Joachim Schade vom Umweltbildungszentrum Licherode.
+
Gemeinsame Umweltbildung unter dem Dach des Naturparks Knüll: Naturpark-Geschäftsführerin Katrin Anders (vorne) mit dahinter von links Sara Engelbrecht, Dr. Wolfgang Fröhlich vom Wildpark Knüll, Stefan Ross vom Umweltbildungszentrum Licherode, Streuobstpädagogin Carola Drüsedau aus Densberg sowie Joachim Schade vom Umweltbildungszentrum Licherode.

Es ist das erste große Projekt des vor zwei Monaten gegründeten Naturparks Knüll – und es ist angesiedelt bei den ganz Kleinen: die Bildung in Sachen Natur und Umwelt für die jüngsten Naturparkbewohner.

Knüll – Dabei setzt der Naturpark mit dem Naturzentrum Wildpark Knüll, dem Umweltbildungszentrum Licherode und Streuobstpädagogin Carola Drüsedau aus Densberg auf erfahrene Akteure.

„Wir wollen das Thema Naturpark in die Kindergärten bringen“, sagt Katrin Anders, Geschäftsführerin des Naturparks Knüll. Wald, Wasser, Wiesen, heimische Tiere und Früchte an Büschen und Bäumen – Themen rund um Natur und Umwelt bietet der Naturpark genug. Warum ist der Wald nicht mehr so grün wie früher? Wie wachsen die Äpfel auf den Bäumen, was machen die Würmer im Boden? Es sind Fragen wie diese, auf die unter fachlicher Anleitung nach Antworten gesucht werden soll.

An Wissen und fachkundigem Personal mangelt es nicht, wie sich beim Treffen der Kooperationspartner im Wildpark Knüll zeigte. Gemeinsam mit den erfahrenen Akteuren entwickelt der Naturpark Angebote, die zum einen den Naturpark in die Kindergärten und Kindertagesstätten bringen und gleichzeitig die Knirpse in den Naturpark holen. „Das Thema Bildung braucht erfahrene Partner. Da muss man nichts neu erfinden, sondern es passt alles zusammen,“ so Katrin Anders.

Natur hautnah erleben und als Umwelt-Kindergarten zertifizieren lassen

Den Blick zu schärfen für das, was im direkten Umfeld wächst, kreucht und fleucht – darum geht es in dem Projekt. Ziel ist es, mit einigen Einrichtungen ins deutschlandweite Projekt Naturpark-Kitas des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) einzusteigen. Kindertagesstätten können einzelne Bausteine buchen oder sich auf eine fünfjährige enge Kooperation mit den Naturparks einlassen, um sich als Umwelt-Kindergarten zertifizieren zu lassen.

In einer Naturpark-Kita geht es um Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft im Alltag, Exkursionen und Projekttagen. Natur hautnah erleben – dieses Motto der Bildungsarbeit des Wildparks Knüll könne mit dem Projekt über die Kindergärten in die Familien und in den Naturpark Knüll hineingetragen werden, davon ist Sara Engelbrecht, Umweltpädagogin des Wildparks Knüll, überzeugt.

Streuobstpädagogin Carola Drüsedau aus Densberg bringt Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kindergärten und Kindertagesstätten mit, in denen sie schon Jahresprojekte zum Thema Streuobstwiese angeboten hat. „Wir hoffen, dass Menschen, die hier leben, dies dadurch von klein auf mehr zu schätzen wissen“, so Stefan Ross, Leiter des Umweltbildungszentrums Licherode.

Schon den Jüngsten bewusst machen, wie das eigene Handeln Natur und Umwelt beeinflusst – dies sei das Ziel der nachhaltigen Umweltbildung. Ross ist sicher: „Auch Kinder können etwas tun, was die Umwelt positiv verändert.“ (Kerstin Diehl)

Kontakt:

Katrin Anders, Tel. 0 66 77/91 90 30, info@knuell.de, knuell.de

Naturpark-Kita

70 Kindertagesstätten in 17 Städten und Gemeinden gehören zum Naturpark Knüll, der am 1. Juni seine Arbeit aufgenommen hat. Naturpark-Kita können Einrichtungen werden, die sich auf eine fünfjährige Kooperation in Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Naturpark einlassen. Entsprechende Fördergelder werden beantragt. (zkd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.