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Neubau für Lehrerakademie: VR-Bank errichtet sie auf dem Bücking-Areal

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Die Hessische Lehrkräfteakademie wird ihren neuen Standort auf dem ehemaligen Bücking-Gelände in Alsfeld haben.
Die Hessische Lehrkräfteakademie wird ihren neuen Standort auf dem ehemaligen Bücking-Gelände in Alsfeld haben. © Joachim Legatis

Die VR-Bank Hessenland bezeichnet es als Meilenstein für die Region: Die Hessische Lehrkräfteakademie wird mit über 200 Beschäftigten ihren neuen Standort auf dem ehemaligen Bücking-Gelände in Alsfeld haben.

Alsfeld/Schwalm – Die VR-Bank erhielt den Zuschlag zur Errichtung des Gebäudekomplexes, der im August 2024 bezogen werden soll.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr vom Hessischen Kultusministerium angekündigt wurde, dass die bisher in Frankfurt, Wiesbaden, Gießen und Kassel untergebrachten Dezernate und Sachgebiete vollständig an den beiden neuen Zentralstandorten Alsfeld und Gießen konzentriert werden, sei eine weitere Entscheidung gefallen: Kultus-Staatssekretär Dr. Manuel Lösel gab bekannt, dass in Alsfeld ein noch zu errichtender Neubau auf einem Grundstück an der Georg-Dietrich-Bücking-Straße angemietet werden wird.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden Helmut Euler hat Mirco Otto die Federführung, der Zuschlagsentscheidung sei die intensive Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) und dem Architekturbüro Schmidt und Strack (Alsfeld) vorausgegangen.

Viergeschossiges Gebäude geplant

Auf jeder Ebene des viergeschossigen Gebäudes, das sich auf drei Flügel aufteilt, werde es zentrale Treffpunkte für die Belegschaft geben. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf modernen, die Teamarbeit fördernden Büroräumen (Open Space). Hinzu komme ein Außenbereich im Erdgeschoss mit großzügiger Terrasse.

Neben den mehr als 200 Arbeitsplätzen stehen Besprechungszimmer mit weiteren 230 Plätzen zur Verfügung. Der Gebäudekomplex, einschließlich der 164 Pkw-Stellplätze umfasst eine Nutzfläche von knapp 6000 Quadratmetern. Es ist vorgesehen, dass das Gebäude und die überdachten Parkflächen mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung belegt werden.

Der ungenutzte Teil des Grundstücks von ca. 11  000 Quadratmetern lasse weitere Entwicklungen für Behörden oder Praxen zu. Laut Mirco Otto, verantwortlich für das Geschäftsfeld Immobilien bei der VR-Bank Hessenland, hat man sich zur Umsetzung für einen Generalunternehmer entschieden, die Firma Goldbeck. Regionale Betriebe sollen von Goldbeck die Gelegenheit erhalten, an Ausschreibungen teilzunehmen, heißt es.

„Die Verlagerung von Behörden in den ländlichen Raum ist strukturpolitisch die richtige Entscheidung“, wird Stephan Paule zitiert, Bürgermeister der Stadt Alsfeld. Er sei begeistert, dass 200 Arbeitsplätze entstehen sowie dass das Bücking-Gelände – seit dem verheerenden Brand im Juni 2013 eine Industriebrache – als zentraler Standort belebt werde.

Vorstandsmitglied Ralph Kehl unterstreicht: „Wir sind kein Investor, der heute baut und morgen oder übermorgen die Immobilie an eine internationale Fondsgesellschaft veräußert.“ Die Immobilie gehöre letztlich den über 40 000 Mitgliedern in der Region, diese erwarteten eine nachhaltige Geschäftspolitik. Der Kreislauf der regionalen Wertschöpfung zeige sich auch in den Gewerbesteuerzahlungen an die Stadt Alsfeld von jährlich etwa einer Million Euro. (Anne Quehl)

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