Neue Anlagen zum Jubiläum

150 Jahre ESV-Jahn Treysa - Am Anfang stand eine Keilerei

Erinnerungen das 50-jährige Bestehen: Die Treysaer Turnjugend zeigt sich im Juni 1921 stolz neben der neuen Vereinsfahne.
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Erinnerungen das 50-jährige Bestehen: Die Treysaer Turnjugend zeigt sich im Juni 1921 stolz neben der neuen Vereinsfahne.

Der ESV Jahn Treysa kann auf eine 150-jährige Geschichte zurückblicken. Zum Jubiläum gibt es nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen Basketball- und Volleyballplatzes und eine Outdoor-Fitnessanlage.

Schwalmstadt. Eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen sächsischen Soldaten und jungen Burschen in Treysa soll Auslöser für die Gründung des ESV Jahn Treysa gewesen sein. In diesem Jahr blickt der Verein auf eine 150-jährige Geschichte zurück.

Zum Jubiläum wollen die Sportler nicht nur auf die bewegte Vereinsgeschichte zurückblicken, sondern mit der Übergabe eines Basketball- und Volleyballplatzes und einer Outdoor-Fitnessanlage auf dem Tennisgelände an Osttangente in die Zukunft starten. Eine große Feier, wie sie ursprünglich für den Frühsommer geplant war, wurden durch die Coronapandemie zunichte gemacht.

Ziel der beiden neuen Sportanlagen ist, Jugendlichen die Möglichkeit der sportlichen Betätigung zu bieten. Und der Fitnessparcours soll allen Schwälmer Sportbegeisterten vor allem aber jenen ESV-Mitgliedern offen stehen, die dem Verein seit vielen Jahren die Treue halten.

Stadt unterstützt Verein

Im Laufe der 150-jährigen Vereinsgeschichte hat sich beim ESV viel geändert. Zu den großen Ereignissen der vergangenen 25 Jahre gehört laut Jochen Helwig, Sprecher des erweiterten Vorstands, die Fusion der Fußballabteilung des TuSpo Ziegenhain und des ESV Jahn Treysa zum 1. FC Schwalmstadt. Ziel war, die Jugendarbeit zu stärken und die Möglichkeit, dass die Senioren in einer höheren Klasse spielen. Ferner wurde ein Kunstrasenplatz im Schwalmstadion in Treysa gebaut, das Kinderturnen und die Kinderleichtathletik gestärkt. Schließlich ernannte der Landessportbund den ESV zum Verein des Respekts und zum anerkannten Stützpunktverein der Integration im Sport durch den DOSB.

Endspurt: Der neue Basket- und Volleyballplatz auf dem Tennisgelände des ESV Jahn Treysa ist fast fertig. Die Löcher zur Verankerung der Körbe sind vorbereitet und die Spielfeldmarkierungen werden bis Samstag ebenfalls aufgebracht. Renate Spanknebel und Jochen Helwig wachen über den Fortschritt der Arbeiten.

Zu den Höhepunkten im Jubiläumsjahr zählt Helwig die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED sowie die Reparatur der Tartanlaufbahn im Schwalmstadion. Beide Projekte wurden mit Unterstützung der Stadt realisiert. Auch die Multifunktionsanlage und der Fitnessparcours sollen den Verein fit für die Zukunft machen. Besonders am Herzen liegt Vorstandsmitglied und Übungsleiterin Renate Spanknebel und Jochen Helwig die Mulitfunktionsanlage. Ziel der Anlage für Basket- und Volleyball ist, den Jugendlichen eine Spielfläche zur Verfügung zu stellen, auf der sie ihrem Hobby nachgehen können.

Einige der jungen Sportler seien inzwischen auch Mitglied im ESV geworden. „Das ist allerdings keine Voraussetzung“, unterstreicht Helwig.

Mobile Skateranlage kann gebaut werden

Bevor das über 80 000-Euro-Projekt umgesetzt wurde, gab es nach Darstellung von Helwig zahlreiche Gespräche mit Jugendlichen über Standort und Gestaltung. Dabei favorisierten die Jugendlichen den Platz an der Osttangente, dem Votum schloss sich ein Stadtplaner ebenfalls an. Wichtig sei den Jugendlichen gewesen, dass der Platz geteert und mit zwei Basketballkörben ausgestattet ist, berichtet Helwig. Ein fünf Meter hoher Zaun soll verhindern, dass Bälle auf die Straße fliegen.

Doch nicht nur Basket- oder Volleyball soll auf dem ehemaligen Tennisplatz gespielt werden. Auch die mobile Skateranlage kann dort aufgebaut werden.

Das zweite Geburtstagsgeschenk, das sich der Verein gemacht hat, ist ein Fitness- parcours. Hinter dem Tennishaus stehen sieben Trainingsgeräte: Bauchtrainer, Barren, Kraftstation, Crosstrainer, Skitrainer sowie Brust- und Beinpresse. Und noch ein Schmankerl hat Renate Spanknebel zum Jubiläum parat: Unter dem Motto „Fit ins Wochenende“ werden freitags zwei Gymnastikstunden angeboten. Von 9 bis 10 Uhr Gymnastik mit Stuhl und von 10 bis 11 Uhr mit Matte. Trainiert wird im Dorfgemeinschaftshaus Frankenhain. Die neue ESV-Abteilung wird geleitet von Renate Spanknebel. (Rainer Schmidt)

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