Neue Wohnungen für alle Fälle: Zwei Investoren planen in Ziegenhain 30 barrierefreie Einheiten 

Barrierefrei wohnen, selbstständig leben: Unser Blick auf den Balkon einer behindertengerechten Wohnung entstand in Berlin, umgebaut wurde dort eine denkmalgeschützte Schule in ein Mehrgenerationenhaus. Foto: dpa

Schwalmstadt. Sorgenfrei aber selbstbestimmt Wohnen – dieses Thema bricht sich gerade in Schwalmstadt mächtig Raum. Heute Abend geht es in der Stadtverordnetensitzung um gleich zwei Projekte in Ziegenhain mit zusammen 36 Wohneinheiten.

Das eine, eine Anlage in der Gartenstraße, hat bereits mehrere Planungsschritte durchlaufen. Das zweite unter dem Arbeitstitel „Wohnpark an der Tennishalle“ wurde den Ausschüssen von Investor Torsten Spohr (Weißenborn) in einem ersten Planungsentwurf auf über einem Hektar vorgestellt. Das Projekt traf unmittelbar den Nerv der Lokalpolitiker, Bau- wie Haupt- und Finanzausschuss sagten geschlossen Ja zur Einleitung des Bauleitverfahrens.

Im Boot sind auch Daniel Schote und Dr. Constantin Schmitt mit ihrem Unternehmen Lanos Care Pflegedienstleistungen. Wie Schote in der Sitzung darlegte, soll im Verbund eine Tagespflegeeinrichtung für 20 Menschen entstehen.

Malermeister Spohr verwies in der Präsentation auf die von ihm schon realisierte Anlage mit 13 Wohnungen in Oberaula. Wie Schote zeigte er sich überzeugt, dass die Lage am Ziegenhainer Fünftenweg perfekt geeignet sei. Entstehen sollen ebenerdige Reihenhäuser in voraussichtlich drei Größentypen. Schote: Mieter oder Käufer können dort mit einem Rundum-Sorglos-Paket leben – wenn sie das möchten.“ Laut Schote können künftige Bewohner die Tagespflegeeinrichtung nutzen, in der Wahl eines Pflegedienstes seien sie grundsätzlich frei.

Wann tatsächlich gebaut wird und wie die Preise gestaltet werden, darüber ist noch nichts bekannt.

Bau in der Gartenstraße

In der Gartenstraße will ein Bauträger eine barrierefreie Anlage bauen, drei Altgebäude, unter anderem eine barackenartige Fertigungshalle, sollen abgerissen werden. Einwendungen von Anwohnern etwa wegen Objekthöhe und Beschattung wurden vom Stadtbauamt beschieden.

Die Ausschüsse gaben am Dienstag einstimmig ihr Okay unter anderem zum Vertragsschluss zwischen Stadt und Bauträger (städtebaulicher Vertrag). Entstehen soll ein abgewinkelter Baukörper mit zwei Flügeln, Grundfläche 650 Quadratmeter. Hinzu kommen Terrassenflächen. Gebaut werden soll in Staffelgeschossweise mit einer maximalen Höhe von 12,25 Metern. Bürgermeister Stefan Pinhard gab in der Sitzung zudem bekannt, dass die Kreissparkasse ihren Chinapark für Wohnbebauung entwickeln will. Näheres wurde nicht mitgeteilt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.