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Neujahrskonzert des Blasorchesters Schwalmstadt bot beste Unterhaltung

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Das Blasorchester Schwalmstadt hatte wieder zum Neujahrskonzert in die Festhalle Treysa geladen, um sein Repertoire zu präsentieren.
Das Blasorchester Schwalmstadt hatte wieder zum Neujahrskonzert in die Festhalle Treysa geladen, um sein Repertoire zu präsentieren. © Philipp Knoch

Unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner entrollten die Musiker ein abwechslungsreiches Programm.

Schwalmstadt – Nach langer, pandemiebedingter Pause war es am Sonntag wieder die große Bühne der Treysaer Festhalle, auf der das Blasorchester Schwalmstadt vor Publikum aufspielte. Im vergangenen Jahr hatte das Konzert im Frühjahr stattgefunden. Unterteilt war das Programm in zwei Themenbereiche. Drei Stunden lang lieferte das Orchester beste Unterhaltung.

Teil eins stand unter der Überschrift „Traditionelle Musik neu gedacht“, erläuterte Stefan Todt. Er lenkte gekonnt durch die Stunden und moderierte die Stücke in gewohnt launiger Art und Weise. Nach einem Klassiker, dem „York´schen Marsch“ von Beethoven, spielten die Musiker aktuellere Märsche, Polkas und Choräle.

So gab das Blasorchester unter anderem „Augenblicke“ von Martin Scharnagl zum Besten. „Das ist eine Polka im modernen Stil“, erklärte Todt. Das Stück wurde eigentlich für die siebenköpfige Formation „Viera Blech“ aus Südtirol im Jahr 2014 komponiert, die sich zu einer Lieblingsblasmusikgruppe innerhalb des Blasorchesters Schwalmstadt entwickelt habe.

Einen kurzen Ausflug in die Musiktheorie gab Todt vor dem Marsch „Arnhem“. Er sei einer der wenigen Märsche in Moll. Dadurch wirke er bedrohlicher und trauriger, Musik in Dur sei generell heller und fröhlicher. Das Orchester verdeutlichte das den Zuhörern durch Tonleitern in Moll und Dur. „Arnhem“ thematisiert die teilweise gescheiterte Luftlandeoperation bei Arnheim im Zweiten Weltkrieg, die der Komponist selbst miterlebt hatte.

Der Höhepunkt der ersten Hälfte war ein Medley der Lieder aus „Im Weißen Rössl“, einem Musicalfilm mit Peter Alexander. Der sei so abwechslungsreich, „daraus könnte man einen ganzen Tanzkurs gestalten“, scherzte Todt. Dementsprechend herausfordernd sei das Stück für die Musiker, die ihr ganzes Können unter Beweis stellten.

Der zweite Teil beschäftigte sich mit modernen Klassikern der Blasmusikliteratur. Bei Liedern von Eros Ramazotti, Tina Turner und den Weather Girls zeigte das Orchester die Wandelbarkeit von Blasmusik. Als Zugaben forderten die Zuhörer Stücke von ABBA und Udo Jürgens, dem das Orchester gerne nachkam.

Der „Radetzky- Marsch“ schloss das Neujahrskonzert würdig ab und animierte alle Zuhörer zum Mitklatschen, die anschließend das Blasorchester Schwalmstadt mit Standing Ovations verabschiedeten. (Philipp Knoch)

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