Ordensbrüder in Ziegenhain

Oblaten verlassen die Schwalm: Seelsorge soll in guter Weise weitergeführt werden

+
Kloster neben der Kirche in Ziegenhain: Von dort aus betreuen die Ordensbrüder der Oblaten Maria Immaculata die Katholiken im Pastoralverbund Maria Hilf. Im kommenden Sommer werden sie den Katholiken im Schwalm-Kreis Lebwohl sagen. 

Schwalm. Vor acht Jahren gründeten polnische Ordensbrüder in Ziegenhain ein Kloster. Sie kümmern sich um Katholiken, die dem Pastoralverbund Maria Hilf angehören.

Das Bistum Fulda bestätigt Informationen der HNA, dass die Oblaten Maria Immaculata (OMI) die Schwalm zum 31. Juli 2019 verlassen werden. Gründe werden keine genannt. „Deshalb werden im Herbst die entsprechenden Gespräche geführt, damit die Seelsorge auch nach dem Abschied in guter Weise weiter organisiert wird“, so Bistumssprecher Christof Ohnesorge. Er klärt über die katholische Kooperationseinheit im evangelisch dominierten südlichen Schwalm-Eder-Kreis auf.

Wie ist der Pastoralverbund aktuell strukturiert?

Der Pastoralverbund besteht aktuell aus vier Pfarrkuratien mit insgesamt zehn Kirchen beziehungsweise Kapellen mit insgesamt 5800 Katholiken. Dort wirken derzeit vier Priester, davon drei Ordensleute und zwei Gemeindereferentinnen.

Neukirchen, Neuental, Trutzhain und Ziegenhain – sind das eigenständige Gemeinden innerhalb des Verbunds?

Neukirchen, Schwalmstadt-Neuental, Trutzhain und Ziegenhain sind jeweils eigenständige Pfarrkuratien im Pastoralverbund.

Was ist zum Beispiel mit Schreckbach und Oberaula? Dort gibt es katholische Kirchengebäude. Unter anderem aus diesen Orten werden Befürchtungen laut, ihre Kirchen könnten geschlossen werden. Die Menschen sehen das in unmittelbarem Zusammenhang mit den Investitionen in die Trutzhainer Kirche. Ist da etwas dran?

Vonseiten des Bistums gibt es aktuell keine konkreten Überlegungen zur Schließung einer der von Ihnen genannten Kirchen oder einer anderen Kirche im Pastoralverbund Maria Hilf Schwalmstadt. Allerdings stellt sich in den nächsten Jahren die Frage, welche kirchlichen Gebäude (Pfarrhäuser, Pfarrheim, Kirchen etc.) benötigt werden, um eine gute Seelsorge zu gewährleisten, erklärt Ohnesorge.

Gibt es dafür bereits ein Konzept?

Dabei sollen im Rahmen des Bistumsprozesses „zusammen wachsen – Bistum Fulda 2030“ Kriterien entwickelt werden, um diese Entscheidungen zu treffen. Dabei gelte es auch, verantwortungsbewusst mit den finanziellen Ressourcen hinsichtlich der Unterhaltung von kirchlichen Gebäuden umzugehen, heißt es aus dem Bistum.

Inwieweit ist üblich, in geplante Umstrukturierungen Gemeindemitglieder einzubinden?

Das Bistum äußert sich folgendermaßen dazu: Die Gemeindemitglieder und die Gremien der Pfarreien werden selbstverständlich in die pastoralen und strukturellen Prozesse einbezogen.

So erfolgt eine Zusammenlegung von Pfarreien erst nach einem entsprechenden Beschluss der jeweiligen Gremien, deren Mitglieder von den Gemeindemitgliedern gewählt sind. Schließlich werden diese Prozesse im Regelfall durch die Gemeindeberatung begleitet, die unter anderem darauf achtet, dass eine gute Kommunikation in die jeweiligen Pfarreien hinein erfolgt, damit der Prozess möglichst transparent und nachvollziehbar ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.