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Pandemie und Krieg wirken sich auf Weihnachtsgottesdienste aus

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Von: Matthias Haaß

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Das Foto zeigt das Kirchenschiff der Stadtkirche Treysa.
Das Kirchenschiff der Stadtkirche Treysa: Beim Weihnachtsgottesdienst wird es hier in diesem Jahr wärmer als in der Stadtkirche St. Nikolai in Neukirchen. © Sandra Rose

Die Coronapandemie und die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verursachte Energiekrise werden auch bei den Weihnachtsgottesdiensten eine Rolle spielen.

Schwalm – Während Corona etwas in den Hintergrund rückt, müssen sich die Besucher für die Gottesdienste etwas wärmer anziehen – auf Wohnzimmertemperatur wird keine Kirche geheizt. Exemplarisch stehen dafür sicherlich die beiden großen Kirchen in Neukirchen und Treysa, wie ein Gespräch mit den Pfarrern zeigt.

In Neukirchen bleibt die evangelische Stadtkirche St. Nikolai auch am 24. Dezember kalt. Im Gotteshaus wird die Temperatur auf 8 Grad gehalten. Das sei notwendig, damit die Orgel und in der Kirche vorhandene Kunstwerke keinen Schaden nehmen, erklärt Pfarrerin Nora Dinges im Gespräch mit der HNA.

Kinder werden sich dennoch freuen, das Krippenspiel findet in diesem Jahr ganz traditionell in der Kirche statt. Die Christmette um 23 Uhr sei dann vor der Kirche geplant, so die Pfarrerin.

Kirche in Treysa wärmer als in Neukirchen

Etwas wärmer wird es in der Stadtkirche in Treysa sein. Der Kirchenraum soll am Samstag auf 15 Grad geheizt werden, sagt Pfarrer Hartmut Wagner von der Evangelischen Kirchengemeinde Franz von Roques. Zum Vergleich: In der Vergangenheit waren es 16 Grad. Mit der passenden Jacke werde es sich für die Gottesdienstbesucher also nicht kälter als sonst anfühlen, hofft der Pfarrer. Außerdem wurde in der Stadtkirche die Heizungsanlage umgestellt. Es sei jetzt fußwärmer, sagt Hartmut Wagner.

Foto von Christian Wachter
Christian Wachter Dekan © Evangelischer Kirchenkreis Schwalm-Eder

Bei Corona setzten die Kirchen auf Eigenverantwortung der Gottesdienstbesucher. Außerdem werden vielerorts auch Außengottesdienste angeboten. „Das Thema Corona spielt in unseren Weihnachtsgottesdiensten im Sinne von Regeln und Vorgaben eigentlich keine Rolle mehr“, erklärte Dekan Christian Wachter auf Anfrage.

Ein ähnliches Bild auch bei der Katholischen Kirche im Altkreis: „Bei uns im Pastoralverbund Maria Hilf gelten Corona-Empfehlungen. Maske freiwillig, Abstand selbstständig auf 1,5 Meter beachten“, sagt Pfarrer Jens Körber. (Matthias Haaß)

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