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Radinfrastruktur soll in Schwalmstadt ausgebaut werden

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Von: Matthias Haaß

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Ein Auto fährt über die Wieragrundstraße. Zu sehen ist der Fahrrastreifen vor dem Aldi.
Der Radschutzstreifen an der Wieragrundstraße in Treysa dient dem Schutz der Radfahrer. Sie dürfen nur in Ausnahmefällen von Autos oder Lkws befahren werden. Nicht jeder kennt die Regeln. © Maike Lorenz

Der Ausbau der Infrastruktur für Radwege soll in Schwalmstadt in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden.

Schwalmstadt – Wie der ADFC Schwalmstadt gegenüber unserer Zeitung sagte, würden von dem Ausbau unter anderem die Friedrich Ebert Straße (B 454) in Treysa und auch die Ascheröder Straße profitieren. Anstatt der bislang im Stadtgebiet überwiegend gebauten Radschutzsstreifen könnte es möglicherweise auch Radfahrstreifen geben, heißt es vom ADFC.

Der Unterschied wäre gravierend: Bei einem Schutzstreifen wird der Raum für den Radfahrer lediglich durch gestrichelte Markierung geschaffen und darf auch von anderen Verkehrsteilnehmern bei Notwendigkeit befahren werden. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer dicken, durchgehenden Linie von der Pkw-Fahrbahn abgetrennt. Auf Radfahrstreifen dürfen Autos nicht fahren, halten oder parken.

Sollte es in der Friedrich Ebert Straße tatsächlich Radfahrstreifen geben, dann hätte das vermutlich Auswirkungen für den ruhenden und den fließenden Verkehr der Straße. Platt formuliert: Wo Radfahrer fahren, kann nicht geparkt werden.

Radwegvariante steht noch nicht fest

Auf Anfrage bestätigte Bürgermeister Stefan Pinhard die grundsätzlichen Überlegungen für die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur. Hessen Mobil beabsichtige die Bundesstraße in der Ortslage Treysa abschnittsweise über mehrere Jahre zu sanieren. Es gebe aber noch keine Planungen und keine Termine, so der Verwaltungschef.

Ob es Radfahrstreifen oder Schutzstreifen geben wird, ist demnach noch nicht entschieden. Hessen Mobil selber möchte zu genauen Zeit- und Bauplänen nichts sagen. „Radverkehr sei aber auch ein Thema“, erklärte Sprecher Marco Lingemann.

Der Ausbau der Ascheröder Straße sei für 2024 angedacht, heißt es aus dem Rathaus. In diesem Zuge solle auch der Bahnradweg besser für den Radverkehr aus Richtung Bahnhof angebunden werden, so Pinhard: Im Dezember werde es einen weiteren Abstimmungstermin geben. „Natürlich werden, wenn ein Entwurf vorliegt, auch Radverkehrsbeirat und die Anlieger eingebunden.“ (Matthias Haaß)

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