Feuerwehren stundenlang im Einsatz

Regenband lässt Gewässer überlaufen

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Wie hier an der Straße nach Zella, mussten einigen Straßen am Mittwoch und Donnerstag wegen Hochwassers für den Verkehr zeitweise gesperrt werden. Nach ergiebigen und lang anhaltenden Regenfällen war auch die Schwalm über die Ufer getreten.

Nach lang anhaltenden Regenfällen mussten am Mittwoch Feuerwehren im Altkreis Ziegenhain zu Hochwassereinsätzen ausrücken. 

Einsätze gab es unter anderem in Ottrau, Neukirchen und Frielendorf.

Erhebliche Regenmengen in wenigen Stunden

Der Grund für das Hochwasser sein ein relativ schmales Regenband gewesen, das seit Mittwochmorgen gegen 4 Uhr teilweise erhebliche Regenmengen gebracht habe, erklärte Peter Kugler vom Wasserverband Schwalm: „Die Niederschlagstation an derAntrifttalsperre verzeichnete beispielsweise eine Tagessumme von 60 Millimeter, wobei 40 Millimter davon alleine innerhalb von sechs Stunden gefallen sind.“ 

Am Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt etwas nördlicher, so dass im Einzugsgebiet der Antreff unterhalb der Talsperre bis zur Mündung und im Einzugsbiet derBerfa undEifa über Stunden schauerartig verstärkter Regen niederging. 

Hochwasser überschwemmt Schwimmbad

Wie Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz berichtet, spitzte sich die Lage am Mittwoch gegen 16 Uhr erheblich zu: In Ottrau traten Otter und Pfaffenbach über die Ufer, beide fließen direkt im Ort zusammen. Die Fluten überschwemmten das Becken des Freibades, Teile des Feuerwehr-Stützpunktes und Räume des Sportvereins. Miltz schätzt, dass mindestens 100 Anwohner betroffen waren. Alle Wehren rückten aus, etwa 60 Helfer waren stundenlang im Einsatz.

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In Immichenhain trat derFeuerlöschteich über die Ufer, der Sportplatz stand unter Wasser. Ein verstopfter Ablauf sorgte für weitere Probleme im Bodenbach, der in Richtung Schrecksbach fließt. Schlimm sei die Lage auch an der Schneidmühle gewesen, so Miltz. Viel Arbeit komme auf den Schwimmmeister mit der Reinigung des Beckens zu, hier habe der Förderverein bereits Unterstützung zugesagt.

Neukirchner Wehren im Einsatz

In Neukirchen erfolgte der Alarm um 18.10 Uhr. Bis auf die Einsatzkräfte aus Hauptschwenda und Christerode seien alle Wehren im Einsatz gewesen, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Peter Urban: „Vor Ort waren rund 65 Feuerwehrfrauen- und männer.“ Besonders betroffen waren laut Urban Nausis und Riebelsdorf.

Brandschützer füllen Sandsäcke

Die Frielendorfer Feuerwehren kontrollierten die Pegelstände, füllten am Bauhof vorsorglich Sandsäcke und sicherten damit Häuser entlang der Ohe in Verna. 

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