Reicher Kindersegen in Schwalmstadt: Stadt braucht mehr Kitaplätze

Trotz aller Anstrengungen in den letzten Jahren, es scheint nicht auszureichen: Schwalmstadt muss weiterhin neue Kitaplätze ausbauen.

Der Kindergartenbedarfsplan für Schwalmstadt zeigt, dass über die Ausweitung des Betreuungangebots nachgedacht werden muss. Das sagte der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck in der jüngsten Stadtverordnetensitzung.

Die Geburtenrate in der Stadt habe sich in den vergangenen 15 Jahren recht stabil um 150 Babys eingependelt. Fast alle Mädchen und Jungen ab drei Jahren besuchen die Kindertagesstätten, 35 Prozent sind es bei den Ein- und Zweijährigen, Tendenz steigend. Die städtischen Einrichtungen seien aktuell fast komplett belegt, sodass man über eine Erweiterung der Kapazitäten nachdenken müsse. Wenn alle Eltern ihr Recht auf einen Platz geltend machen würden, fehlten 99 Plätze.

Schwierzeck nannte „eine naheliegende Lösung die Erweiterung der Einrichtung im Wiegelsweg Treysa“. Optionen seien auch die ehemalige Geriatrie im Schützenwald oder die Erweiterung des Hephata-Kindergartens.

Zugleich sei die Zahl der Hortkinder in Ziegenhain mit 50 hoch, dies gehe zu Lasten der Kita-Plätze. Es gebe daher die Überlegung, die Schulkinderbetreuung auf eine andere Basis zu stellen, etwa nach dem Modell der Grundschule in Treysa. Die meisten Kinder in den zurückliegenden 15 Jahren wurden 2000 gezählt: 184, voriges Jahr waren es 140, 2014: 141, 2013: 164 und 2012: 129. 30 Plätze stehen in Schwalmstadt bei elf Tagesmüttern zur Verfügung, das sind vier Tagesmütter weniger. (aqu)

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