Windräder in Rommershausen 

Volle Kraft voraus für drei Windräder

Blick von Rommershausen aus: Drei Windkraftanlagen wie auf unserer Fotomontage sollen nahe der A 49 noch in diesem Jahr gebaut werden.
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Blick von Rommershausen aus: Drei Windkraftanlagen wie auf unserer Fotomontage sollen nahe der A 49 noch in diesem Jahr gebaut werden.

Relativ wenig Wind gab es im Zusammenhang mit den Planungen, drei Windräder in der Gemarkung Rommershausen zu errichten.

In dieser Woche erteilte das Regierungspräsidium Kassel nun die Genehmigung für den Bau und den Betrieb von den drei Anlagen auf Grundstücken von Waldinteressenten nahe dem Neubau der Autobahn 49.

Das Verfahren

Seit 2015 arbeiten die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll, die Waldinteressenten Rommershausen-Dittershausen und die EAM-Tochtergesellschaft EAM Natur GmbH an der Realisierung eines Windparks in Bürgerhand bei Rommershausen. Die Bauarbeiten können laut EAM im Herbst starten, so dass der Windpark voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen kann. Das Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung wurde im Dezember 2018 gestartet und in mehreren Informationsveranstaltungen in Rommershausen vorgestellt.

Die Betreiber

Betreiber des Parks wird die „Bürgerwind Schwalmstadt GmbH“ sein. Gesellschafter werden die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG sowie die EAM Natur. Zudem befassen sich die Waldinteressenten Rommershausen-Dittershausen und die Stadt Schwalmstadt mit einer möglichen Beteiligung. Ziel ist es, das Projekt in bürgerschaftlicher und kommunaler Partnerschaft zu realisieren, um die Wertschöpfung umfassend vor Ort zu halten.

Die Anlagen

Die Windräder zählen zum Typ Nordex N 149. Sie verfügen über eine jeweilige Leistung von 4,5 Megawatt sowie eine Nabenhöhe von 164 Metern. Der Rotordurchmesser beträgt 149 Meter. Das Projekt wird über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren rund 30 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom pro Jahr erzeugen und einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in der Region leisten.

„Auch wenn das Thema Windenergie derzeit nicht überall positiv aufgenommen wird - ohne die Nutzung der Windenergie wird die Energiewende nicht möglich sein, da sich mit ihr auf einer vergleichbar kleinen Fläche eine sehr große Menge an Energie erzeugen lässt“, sagt Johannes Rudolph, Leiter Windservice bei der EAM. „Eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung kann nur durch den Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht werden.“

Die Beteiligung

Die EAM sieht einen weiterer Vorteil: Die zukünftigen Erträge des Windparks verbleiben in der Region, da durch die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG eine möglichst breite Beteiligung der Menschen vor Ort erreicht werden soll. „Die umweltfreundliche Energieerzeugung liegt im Interesse des Klima- und Umweltschutzes und daher auch in unserer Verantwortung“, erklärt Horst Kaisinger, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll. „Seit inzwischen neun Jahren beweist die Genossenschaft, dass Bürgerbeteiligung funktioniert.“ Im Nachgang zu den Informationsveranstaltungen hätten sich bereits zahlreiche Mitglieder und Bürger gemeldet und ihr Interesse an einer Investition mitgeteilt. Wer sich darüber hinaus für eine Beteiligung interessiert, kann natürlich ebenfalls Mitglied der Genossenschaft werden.“ Ortsvorsteherin Anne Willer schränkt allerdings ein: „Nicht jeder hier ist dafür“. Die Rommershäuserin zeigt sich gegenüber der HNA allerdings pragmatisch: Irgendwoher müsse der Strom ja kommen.

Mitteilung der EAM

Die EAM teilt weiter mit: Die besonderen Vorsichtsmaßnahmen der Corona-Krise ermöglichen derzeit allerdings noch keine Informationsveranstaltungen mit größeren Teilnehmerzahlen. Die Genossenschaft wird sich daher direkt bei allen Interessenten melden und über das weitere Vorgehen informieren.

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