Lawinengefahr

Urlaub in Schneemassen: Schwalmstädter Familie nimmt Rekordwinter in Österreich gelassen

Wurde vom österreichischem Fernsehsender ATV  interviewt: Daniel Helwig berichtete in einer  Nachrichtensendung, wie Touristen mit der  Situation umgehen.

Seit 30 Jahren macht die Treysaer Familie Helwig Winterurlaub am Hochkar, dem höchsten Gipfel der Göstlinger Alpen an der niederösterreichisch-steirischen Grenze.

Doch in diesen Skiferien bekamen die Helwigs das eigentliche Wintersportgebiet nicht einmal zu Gesicht. Bei der Ankunft heute vor einer Woche war das bekannt schneesichere Gebiet schon dicht, die Passstraße dorthin gesperrt. Schließlich wurde es von den österreichischen Behörden zum Katastrophengebiet erklärt, die höchste Lawinenwarnstufe gilt.

Die Helwigs hatten ihre Ferienwohnung im weiter unten gelegenen Göstling und setzten darauf, von hier aus andere Skigebiete zu erreichen. Doch auch das, so Daniel Helwig im Gespräch mit unserer Zeitung, war nur eingeschränkt möglich, denn es gab weitere Sperrungen. Helwig: „Das Problem ist neben der Lawinengefahr die Schneelast. Die Verantwortlichen fürchten, dass Bäume umstürzen und dabei auch Liftanlagen treffen.“ Für die Helwigs blieb es daher diesmal bei einigen wenigen und kurzen Abfahrten.

Blick aus dem Fenster: Das Foto nahm Daniel Helwig von seiner Ferienwohnung aus auf.

Die Schneemassen zu sehen, sei in jedem Fall ein ganz besonderes Schauspiel gewesen, habe man Göstling doch schon oft genug grün statt verschneit erlebt. Dieses Jahr jedoch lag die weiße Pracht auf den Dächern hoch aufgetürmt, „die Situation ist auch für die Einheimischen eine Besonderheit“. Immer aufs Neue schneite es stundenlang, musste man nur aus dem Fenster der Unterkunft schauen, um spektakulären Schneeräumaktionen auf dem Nachbarhaus zuzuschauen (Foto). „Es hörte einfach nicht auf zu schneien“, erzählt Helwig. Auch der Einsatz von Soldaten des österreichischen Bundesheeres mit ihren Schaufelladern machte Eindruck.

Kurz habe man auch überlegt, den Urlaub abzubrechen, „aber dann haben wir uns gesagt: jetzt erst recht“. Insgesamt habe die Faszination über den Jahrhundertwinter überwogen, und die Kinder, auch die einer mitgereisten befreundeten Familie, hätten beim Spielen im Schnee, Rodeln und Iglubauen mächtig Spaß gehabt. Und zum Beispiel in der Therme am Ort habe man die Annehmlichkeiten Göstlings genossen. Daniel Helwig: „Wir haben ganz einfach das Beste draus gemacht und hoffen, dass es auch auf der Heimreise keine Probleme gibt.“

Menschen aus der Region eingeschneit

Auch aus  dem Kreis Kassel sind viele Urlauber in Bayern und Österreich eingeschneit: Skifahrer aus der Region berichten aus Urlaubsorten.

Schneechaos in Deutschland und Österreich:

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