Schuh-Rohde kämpft weiter mit Problemen

Ziegenhain. Der Ziegenhainer Schuhhersteller Rohde bleibt weiter in Schieflage.

Arbeitsplätze sind bedroht, außerdem gibt es massive Lieferprobleme, denn die Auftragsproduzenten in Transnistrien (Moldawien) wollen keine Schuhe für Rohde fertigen, weil sie kein Geld sehen. Das bestätigt Insolvenzverwalter Frank Schmitt auf Anfrage der HNA.

„Aktuell sind Arbeitsplätze in Gefahr“, sagt der Frankfurter Rechtsanwalt. Schwierigkeiten sieht der Insolvenzverwalter insbesondere in Bezug auf die Betriebskosten des Unternehmens. Bis zum heutigen 31. Dezember seien die Gehälter der knapp 140 Mitarbeiter über das vorläufige Insolvenzverfahren gesichert gewesen (wir berichteten). Am 1. Januar wird das Insolvenzverfahren eröffnet. „Dann müssen Löhne und Gehälter auf die übliche Weise bezahlt werden“, so Schmitt.

Massive Probleme bereiten außerdem die Hersteller. In Transnistrien, einem international nicht anerkanntem Staat im Osten Moldawiens, fertigten vier Fabriken für den Ziegenhainer Schuhhersteller. „Sie bekommen noch eine Menge Geld von Rohde und wollen nicht produzieren“, erklärt Schmitt. Dennoch sieht er Lichtstreifen am Horizont. Denn drei der Hersteller hätten die Bezahlung der nächsten Lieferung über eine Treuhandvereinbarung akzeptiert. Außerdem gebe es durchaus Interessenten - „strategische Investoren“ - mit denen über eine Übernahme des Unternehmens verhandelt werde.

Für Schuh-Rohde ist dies die zweite Insolvenz. Erstmals zahlungsunfähig war das Unternehmen 2007 gewesen. Damals sollte die Firma mit einem Fünf-Millionen-Kredit, für den das Land bürgte, gerettet werden. In der jüngsten Vergangenheit erlebte Rohde eine Zeit mit wechselnden Eigentümern und Geschäftsführern.

In nicht funktionierenden internen Prozessen sieht Insolvenzverwalter Schmitt die Ursache für die erneute Insolvenz. (syg)

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