Schwälmer in der Form ihres Lebens

Schwalmstadt: Vor 40 Jahren Tuspo Ziegenhain holt Hessenpokal

Fußball Tuspo Ziegenhain der Hessenpokalsieger 1981
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Fußball Tuspo Ziegenhain der Hessenpokalsieger 1981: stehend von links Fachwart Wolfgang Hagemann, Klassenleiter Schade, Manfred Stock, Wilfried Stock, Bimbo Schwab, Reinhold Altmann, Hartmut Drescher, Gernot Pötzl, Martin van Thiel, Vorsitzender Herbert Battenfeld, trainer Rolf Birkhölzer, Wolfgang Hansmann, Co-Trainer Karl Raab - sitzend von links, Dirk Spengler, Kapitän Wolfgang Ernst mit dem Pokal, ? Naumann, Herbert Stöhr, Günter Sommer, Pedro Schäfer.

Im Juni vor 40 Jahren feierten die Fußballer des Tuspo Ziegenhain ihren bis heute wohl größten Erfolg, sie holten den Hessenpokal.

Ziegenhain. Durch einen 3:0-Erfolg gegen Viktoria Griesheim zog der Tuspo Ziegenhain vor 40 Jahren in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein. Mit der Partie am 30. Juni feierten die Fußballer des Tuspo Ziegenhain den bis heute größten Erfolg in der mittlerweile 135-jährigen Vereinsgeschichte.

Es war ein Erfolgsweg mit langem Anlauf und vielen „Vätern“, resümiert der heutige Tuspo-Präsident Thomas Schrammel, der über die damalige Zeit recherchierte und mit Zeitzeugen sprach. Unter dem unvergessenen Fachwart Karl Rehbein sei der Fußball im Tuspo in den Fünfzigerjahren wieder richtig in Schwung gekommen, wie Manfred Auffarth und Bernd Heil als „alte Ziegenhainer“ noch wissen.

Wichtige Zwischenstationen waren für die Fußballer 1967 der Aufstieg in die Bezirksklasse und schon kurz darauf, 1970, der Aufstieg in die Gruppenliga. Diese Ereignisse fielen bereits in die Ära des damaligen Tuspo-Vorsitzenden Herbert Battenfeld, und mit ihm rückten schon damals zwei Akteure in den Blickpunkt, die im hessischen Fußballgeschehen fortan einen hohen Bekanntheitsgrad erlangen sollten: Reinhold Altmann und Wolfgang Hansmann. Unter dem damaligen Fachwart Heinz Hansmann und Trainer Auffarth lieferte man sich mit dem Erzrivalen VfB Schrecksbach legendäre Duelle auf dem Platz Lämmerweide. Sagenhafte Zuschauerzahlen sind belegt, bis zu 1500 Fans waren dabei. Die Erfolgsserie hielt, im Mai 1979 bedeute ein 1:0 ausgerechnet in Schrecksbach den Aufstieg in die Oberliga Hessen.

Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel

Mit Fachwart Wolfgang Hagemann trat eine weitere entscheidende Persönlichkeit in den Mittelpunkt, dem es gelang, mit Spielertrainer Rolf Birkhölzer und Torwart Wolfgang Ernst zusätzlich entscheidende Spielerpersönlichkeiten zu gewinnen und die wohl beste Tuspo-Mannschaft aller Zeiten zusammenzustellen. Was folgte, waren neun Jahre Zugehörigkeit zu Deutschlands höchster Amateurklasse mit einem 4. Platz in der Saison 1980/81 als bester Platzierung.

Durchschnittlich 1300 Zuschauer besuchten damals die Spiele im neuen Stadion am Fünftenweg, wobei 3300 Besucher beim Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel den bis heute unerreichten Rekord bedeuteten. Das Stadion wurde später als „Herbert Battenfeld Stadion“ benannt, was die Bedeutung dieses Mannes für die damalige Mannschaft und den Tuspo nur erahnen lasse, so Thomas Schrammel: „Ein relativ kleiner Verein aus der Schwalm hatte überregionale Bekanntheit erlangt und das wirkt zum Teil noch bis heute nach.“ Die Hoffnung auf ein Heimspiel gegen einen prominenten Bundesligisten im DFB-Pokal erfüllte sich nicht: Ein 3:5 bei RW Oberhausen beendete diese Träume. Dennoch blickten die Akteure von damals mit berechtigtem Stolz auf diesen Erfolg zurück. (Anne Quehl)

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