Schweine und Rinder

Schwalmstadt: 1100 Tiere sollen pro Tag geschlachtet werden

Schwalmstadt. In Schwalmstadt laufen die Planungen für eine erhebliche Erweiterung des Schlachthofs, des einzigen für Schweine und Rinder im Schwalm-Eder-Kreis.

In erster Instanz sollen täglich 1100 Tiere auf die Schlachtbank kommen. Nach einer zweiten Ausbaustufe sollen dann 2200 Tiere pro Tag in Ziegenhain geschlachtet werden.

Die Planungen stoßen auf breite Zustimmung im Stadtparlament. 1000 Schweine sollen nach Bauabschnitt 1 bei der Firma Helwig Handels GmbH & Co. KG geschlachtet werden - an jedem Tag in der Woche. In einer weiteren Ausbaustufe soll diese Schlachtleistung verdoppelt werden.

An Rindern sollen zunächst 100 pro Tag geschlachtet werden, später 200. Bislang liegt das Maximum bei 500 Schweinen im Monat.

Sorge vor Geruchs- und Lärmbelästigung

Mit 32 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen billigte das Stadtparlament den Offenlagebeschluss. Allerdings nicht ohne Diskussion. Linken-Sprecherin Heidemarie Scheuch-Paschkewitz forderte eine Bürgerversammlung zum Stand der Planungen und drückte ihre Sorge vor Geruchs- und Lärmbelästigung an, auch vor prekären Billigjobs. Da das Schlachten in Europa nirgends so billig wie in Deutschland sei, müsse man mit weiten Schlachtviehtransporten etwa aus Polen oder Italien rechnen. Dies solle man den Schwalmstädtern vorher sagen.

Lob für Planung und Standort 

Sprecher anderer Fraktionen sehen das ganz anders. So sagte Dr. Constantin Schmitt (FDP), dass die Planung sehr überzeugend, die Erweiterung zu begrüßen sei. Von einem wichtigen Vorhaben in punkto Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Stadt und im „schweinereichsten Landkreis Hessens“ sprach Michael Schneider (SPD). Karsten Schenk (CDU) nannte zehn Lkw am Tag verkraftbar, die würden zudem künftig nicht mehr durchs Wohngebiet fahren. Auch Grünen-Sprecher Dr. Jochen Riege lobte durchaus Planung und Standort. Den Gutachtern sei zu vertrauen, fügte Engin Eroglu (FWG) an. Er berichtete, dass es in Ziegenhain eine gesonderte Schlachtlinie für Bioschweine geben werde.

Wann konkret gebaut werden soll, ist noch unbekannt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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