Landkreis stellt Einrichtung unter Quarantäne

Schwalmstadt: Vier COVID-19-Infektionsfälle in Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete

Die Gemeinschaftsunterkunft in Schwalmstadt-Treysa Am Harthberg.
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In der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen in Treysa gibt es unter den Bewohnenden aktuell vier COVID-19-Infektionsfälle.

In der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen, in Treysa, auf dem Gelände der ehemaligen Harthbergkaserne, gibt es unter den Bewohnenden aktuell vier COVID-19-Infektionsfälle. Darüber informierte der Schwalm-Eder-Kreis am Dienstagnachmittag. Die Infizierten sind extern untergebracht. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden getestet.

Schwalmstadt- In der Gemeinschaftsunterkunft sind nach Angaben des Landkreises, derzeit 78 geflüchtete Menschen untergebracht sind. Wegen des Infektionsgeschehens und der Vermeidung weiterer Ansteckungen sei die Einrichtung seit heute unter Quarantäne gestellt, so Pressesprecher Stephan Bürger. Die Versorgung der Bewohnenden wird durch die Sozialverwaltung des Landkreises organisiert und sichergestellt.

Das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises rekonstruiert laut Bürger derzeit mit Hochdruck die Kontaktpersonennachverfolgung. Da das Zusammenleben in der Gemeinschaftsunterkunft im Gebäude selbst auf engem Raum stattfindet, wurde umgehend entschieden die Einrichtung komplett unter Quarantäne zu stellen. Die infizierten Bewohner wurden inzwischen extern in Isolation untergebracht, heißt es weiter in der Mitteilung des Landkreises. Zurzeit werden alle Bewohnerinnen und Bewohner auf Anordnung des Gesundheitsamtes getestet.

„Die verhängte Quarantäne ist aus unserer Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwingend notwendig. Wir müssen verhindern, dass sich aus der Gemeinschaftsunterkunft heraus weitere Infektionen ergeben. Das ist ein harter, aber unbedingt notwendiger Einschnitt, den wir auch durch einen von uns beauftragten Sicherheitsdienst überwachen lassen“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

Sowohl die Stadtverwaltung Schwalmstadt, mit dem zuständigen Ordnungsamt sowie die Polizeidirektion in Homberg (Efze) wurden durch die Kreisverwaltung informiert.

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