Der Anfang ist gemacht

Schwalmstadt: Erste Impfdosen für Hausärzte werden verteilt

Apotheker Dr. Bernd Adam mit Biontech-Impfstoff für Hausärzte.
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Apotheker Dr. Bernd Adam mit Biontech-Impfstoff für Hausärzte.

„Die ersten Impfdosen sind da“, so die Nachricht von Apotheker Dr. Bernd Adam, der die Versorgung der Hausärzte mit Kassenzulassung mit dem Corona-Impfstoff logistisch organisiert.

Treysa – Adam hatte, nachdem die Hausärzte ihr gewünschtes Impfkontingent in der vergangenen Woche bestellt hatten, Verbindung zu einem zuverlässigen Großhandelspartner aufgenommen, um erste Impfdosen zu erhalten. „Wir haben zwar nicht die gewünschte Menge bekommen, aber immerhin kann in ersten Arztpraxen geimpft werden“, so Dr. Bernd Adam, dem, nachdem ihm die Impfdosen in einer blauen Transportbox mit Isolierkiste und Kühlakkus vom Großhändler übergeben worden war, die Verteilung der Fläschchen auf die Arztpraxen oblag.

„Der Biontech-Impfstoff wurde am Morgen um 7.10 Uhr der Ultratiefkühlung entnommen. Jetzt bleiben 120 Stunden zur Verimpfung“, erklärt der Apotheker, der bewusst darauf verzichtet, die einzelnen Impfstoff-Fläschchen in seiner Apotheke aufzubereiten, würde dann doch die Frist zur Verimpfung noch einmal geringer werden.

„Die Aufbereitung, eine Art Verdünnung, erfolgt in jeder Arztpraxis vor Ort“, so Adam, der sich gerne schon viel früher mit seinen logistischen Erfahrungen in der Impfmittelbeschaffung in der Pandemie-Bekämpfung eingebracht hätte.

„Die Logistik zwischen Ärzten, Apotheken und Großhandel ist lang erprobt und sicher. Diese erprobten Wege hätten früher genutzt werden sollen“, sagt Adam, der keinerlei Einfluss auf die Art des Impfstoffes nehmen kann.

Grundsätzlich würde einfach Corona-Impfstoff bestellt. „Menge und Art werden zentral zugeteilt, da gibt es keinerlei Wahlmöglichkeiten“, so der Experte. Jedem Impfstoff-Paket liegen entsprechende Zubehörartikel und jede Menge Dokumentationslisten bei.

„Der bürokratische Aufwand ist enorm. Vorsichtshalber, wenn das Zubehör doch mal fehlen sollte, halte ich auch entsprechende Impfspritzen vor“, meint Adam. Er dürfe, wie alle anderen Apotheker auch, einmal pro Woche Corona-Impfstoff für die Folgewoche beim Großhändler bestellen.

„Wenn ich den Medien glauben mag, dann sollten im April somit drei Millionen Impfdosen über die Hausärzte ihren Empfänger erreichen“, sagt der Apotheker, der in der nun angelaufenen Impfstoffbeschaffung für Hausärzte zumindest einen gemachten Anfang sieht. (Regine Ziegler-Dörhöfer)

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