Besuchsverbot in vielen Einrichtungen

Schwalmstadt: Herausforderung für Hephata

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In der Treysaer Hephata-Diakonie gelten besondere Besuchsregeln.

Hephata zeigt sich gerüstet für die aktuelle Situation. Die Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen der Diakonieeinrichtung bleiben vorerst geöffnet.

Besuchseinschränkungen bis hin zu Besuchsverboten gelten in allen Einrichtungen Hephatas. Die Hephata-Klinik bereitet außerdem eine Isolierstation vor.

Werkstätten

In enger Abstimmung mit dem Landeswohlfahrtsverband bleiben die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ebenso wie die Tagesförderstätten zunächst weiter geöffnet. „Wir bewerten die Situation täglich neu, insofern kann sich hier jederzeit eine Veränderung ergeben“, betont Hephata-Vorstand Klaus Dieter Horchem in einer Pressemitteilung. Gleiches gelte für die Cafeteria Oase auf dem Stammgelände in Treysa, wo die Zahl der Plätze reduziert worden ist, die Tische weiter auseinander gestellt worden sind und externe Veranstaltungen nicht mehr möglich sind. Mögliche Schließungen würden voraussichtlich zuerst die Tagesförderstätten betreffen.

In den Betrieben der Sozialen Landwirtschaft Hephatas seien Schließungen indes schlicht nicht möglich – immerhin müssen auf den Bauernhöfen die Tiere versorgt werden und im Abpackbetrieb auf dem Bio-Geflügelhof Leuderode die Bio-Eier für den Handel verarbeitet werden.

Besuchsverbote

In allen Einrichtungen der Hephata Diakonie gilt, dass Besuche nur noch stark eingeschränkt stattfinden. Die am Freitag erlassene Eilverordnung des Landes Hessen gilt für alle stationären Bereiche Hephatas. Sie sieht neben zeitlichen Begrenzungen von Besuchen zudem explizite Besuchsverbote vor für Menschen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in vomRobert-Koch-Institut definierten Risikogebieten aufgehalten haben. „Insgesamt sind die Besuchsrestriktionen unserer Einrichtungen an die Verordnung angelehnt, teilweise sind sie sogar noch restriktiver“, so Horchem. Eine generelle Sperrung des Hephata-Stammgeländes in Treysa oder anderer Standorte Hephatas ist im Pandemieplan zwar grundsätzlich als Option vorgesehen. „Die Maßnahmen im Pandemieplan sind aber als Stufen zu verstehen. Diesen Schritt gehen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht“, so Direktor Horchem.

Flexible Dienste

Nur durch flexible Mitarbeitende und flexible Dienstplanungen sei auch in den nächsten Tagen und Wochen die Sicherstellung der Begleitung und Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf möglich. „Wir sind uns der Situation sehr bewusst, dass viele Mitarbeitende mit Kindern durch die Kita- und Schulschließungen vor riesigen Herausforderungen stehen“, sagen die Vorstände.

Eine Pauschallösung dafür würden sie zwar gerne anbieten. „Das dürfen wir aber nicht. Denn wenn wir seitens der Hephata Diakonie eine Betreuung für Mitarbeiterkinder öffnen würden, hätten wir faktisch eine Kita und würden damit das übergreifende Ziel der Regierung konterkarieren, den Virus einzudämmen“, so Horchem und Maik Dietrich-Gibhardt. Stattdessen sollen möglichst individuelle und dienstplanerische Lösungen in den Einrichtungen vor Ort helfen, gute Wege zu finden. „In der gegenwärtigen Situation kommt es noch mehr als sonst darauf an, dass unsere Leitungskräfte in der Dienstplanung auf die jeweiligen Anforderungen der Mitarbeitenden eingehen“, so die Vorstände.

Gleichzeitig seien aber auch alle Mitarbeitende gefordert, in den Teams zusammenzuhalten und auch in den Familien Lösungen für die Betreuung der eigenen Kinder zu finden. Einen Anspruch auf Notbetreuung der eigenen Kinder haben Mitarbeitende in Betreuung und Pflege bei Hephata dann, wenn sie alleinerziehend sind, oder wenn auch die zweite erziehungsberechtige Person innerhalb der „kritischen Infrastruktur“ tätig ist.

Kommunikation

Unter anderem in den Ambulanten Hilfen der Hephata-Jugendhilfe, aber auch in der Personal- und Sozialberatung für Mitarbeitende Hephatas liegt der Schwerpunkt aufgrund der Pandemie aktuell in der telefonischen Unterstützung, zudem werden digitale Kommunikationskanäle genutzt. Persönliche Kontakte werden auf ein Mindestmaß reduziert, Sitzungen in gesamten Teams finden in einigen Bereichen vorerst nicht mehr statt.

Infektionsschutz

Damit Mitarbeitende sich nicht untereinander anstecken können, wird in einigen Bereichen Hephatas komplett auf Teambesprechungen verzichtet. Im Kontakt mit Klienten wird nach Möglichkeit ebenfalls Wert darauf gelegt, räumlichen Abstand zu halten. „In der Pflege ist das zwar sicher nicht möglich, dafür gibt es dort entsprechende Hygienemöglichkeiten“, so Horchem. Desinfektionsmittel beispielsweise sind in den Hephata-Einrichtungen flächendeckend vorhanden.

Vorsorglich sind zum Teil auch bereits Schutzmasken verteilt worden, die im Falle von bestätigten Infektionen zum Einsatz kommen würden. „Bislang haben wir allerdings noch keinen bestätigten Infektionsfall“, so Horchem.

Hephata-Klinik

In der Hephata-Klinik ist eine Station vorbereitet worden, auf der Covid-19-Patienten isoliert werden können. Um insgesamt Kapazitäten für die Isolierung und Behandlung von Infizierten zu haben, sind planbare Behandlungen abgesagt verschoben worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt werden zudem die therapeutischen Angebote in der Tagesklinik reduziert. Wie in allen Einrichtungen Hephatas gelten in der Klinik Besuchsbeschränkungen.

Der Artikel gibt den Stand vom 18. März wieder. Hephata bewertet die Situation täglich neu.

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