Klasse gibt es nicht umsonst

Schwalmstadt fördert den Kultursommer Nordhessen nicht

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Reizvoller Veranstaltungsort: Die Totenkirche in Treysa

Größte Stadt im Schwalm-Eder-Kreis zahlt keinen Cent für Nordhessens Sommer-Festival. Der Bürgermeister antwortet nicht auf Fragen. 

Mit einem anspruchsvollen Kulturprogramm macht seit 1989 der Kultursommer Nordhessen auf sich aufmerksam. Und Hochkarätiges gibt es nicht umsonst: Städte und Gemeinde zahlen von sich aus eine Veranstaltungspauschale, um als attraktiver Standort des Festivals zu glänzen. Auffallend: Schwalmstadt als größte Stadt im Schwalm-Eder-Kreis zahlt keinen Cent an die Kulturinitiative. Fragen dazu beantwortete Bürgermeister Stefan Pinhard über mehrere Tage nicht.

Während im Schwalm-Eder-Kreis Städte und Gemeinden wie Fritzlar oder Morschen mit herausragenden Kultursommer-Veranstaltungsreihen wie zum Beispiel „Fritzlar vor dem Dom“ oder dem Figurentheater-Festival „Blickfang“ im Kloster Haydau punkten, wartet der Kultursommer in Schwalmstadt nächstes Jahr mit nur einer Veranstaltung auf: Am 31. Juli wird die Südtiroler Folk-Formation „Opas Diandl“ an der Totenkirche in Treysa aufspielen.

In Kontakt mit Schwalmstädter Bürgermeister 

Sie sei mit Bürgermeister Stefan Pinhard über eine Förderung im Gespräch, erklärt die Intendantin des Kultursommers Maren Matthes. Erstmals gezielt angefragt wegen einer Veranstaltungspauschale habe sie den Bürgermeister im vergangenen Jahr. 

Die Zuschüsse der Städte und Gemeinden liegen in der Regel zwischen 1000 und 10.000, erklärt die Intendantin. „Nicht alle – besonders kleinere – Städte und Gemeinden fördern. Dort sind wir dann allerdings auch mit eher kleineren Veranstaltungen zu Gast“, so Matthes.

Auch Sponsoren unterstützen 

Unterstützt aus der Region werde die nordhessische Kulturinitiative von Sponsoren wie der C.H.-Schmitt-Stiftung/Konvekta sowie durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Der Kultursommer hat in 2019 einen Etat von einer Millionen Euro. Über Spenden und Sponsoring sind 41 Prozent abgedeckt, fast ein Drittel steuern das Land, Landkreise und Kommunen bei. Die eigenen Einnahmen liegen bei 27 Prozent.

Laut Matthes ist man mit Schwalmstadt weiter im Gespräch. Es wird für 2021 über ein größeres Projekt auf dem Paradeplatz in Ziegenhain nachgedacht. 

Der Kultursommer dieses Jahres startete Ende Mai. Er fand dieses Jahr in Kooperation mit Gruppen aus Mallorca statt. 

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