Laut CSL Behring sind 70 Mitarbeiter betroffen

Schwalmstadt verliert großen Steuerzahler: CSL Plasma zieht um

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CSL-Plasma auf dem Gelände der Spedition Heidelmann in Schwalmstadt: vermuteter Umzug nach Lahntal.

Schwalmstadt. Seit über zehn Jahren befindet sich das Blutplasma- Logistikzentrum im Hauptgebäudekomplex der Spedition Heidelmann in Schwalmstadt. Nun will das Blutplasma Logistikzentrum seinen Standort verlegen.

Einer der mutmaßlich größten Gewerbesteuerzahler verlässt Schwalmstadt. Das bestätigten der HNA Bürgermeister Stefan Pinhard und der Partner Heidelmann-Logistik.

Wieviel genau die Behring-Tochter CSL genau pro Jahr in die Stadtkasse bringt, ist ein Steuergeheimnis. Insgesamt nimmt Schwalmstadt derzeit jährlich 5 Mio. Euro an Gewerbesteuern ein.

Nach unbestätigten Berichten soll die Lagerung von Blutplasma innerhalb der nächsten zwei Jahre nach Lahntal im Kreis Marburg-Biedenkopf verlegt werden. Dort ist bislang nur bekannt, dass ein potentes Unternehmen Ansiedlungspläne hat. Offenbar geht es um die geringere Distanz zum Mutterkonzern CSL Behring, wo das Plasma unter anderem verarbeitet wird.

In der Schwälmer Öffentlichkeit ist wenig bekannt über CSL, ebenso, wie wertvoll das Lagergut ist. Als es vor einigen Jahren einen leichten Rauchschaden beziehungsweise einen Feuerwehreinsatz in den Räumen auf dem eingezäunten Heidelmann-Hof gab, wurde der Schaden von den Behörden im fünf- bis sechsstelligen Bereich gesehen – woran sich der hohe Wert des gelagerten Rohstoffs ablesen lässt.

Blutplasma wird in Schwalmstadt und in Zukunft am neuen, offiziell noch unbekannten Standort aus mehreren europäischen Ländern zusammengezogen. Gespendetes Blutplasma wird laut Wikipedia aus Sicherheitsgründen ein halbes Jahr aufbewahrt, bevor es weiterverarbeitet wird. In dieser Zeit soll ausgeschlossen werden, dass der menschliche Spender Träger von Krankheiten wie etwa Syphilis, Hepatitis oder Aids ist.

Der für Schwalmstadt zweifellos äußerst bittere Weggang wurde am Rande des Besuchs von Finanzminister Schäfer am vergangenen Freitag bekannt. CDU-Fraktionschef Karsten Schenk hatte davon gehört und konfrontierte den Minister damit.

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