Feuerwehr verhindert Waldbrand

Zwei Brände in einer Nacht: Polizei vermutet Brandstiftung als Ursache

Zwei Brände in der Nähe der Knüllkaserne beschäftigte in der Nacht von Sonntag auf Montag Feuerwehren aus sechs Kommunen.
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Abgebrannt: Um eine brennende Hütte in der Nähe der Knüllkaserne löschen zu können, holte sich die Feuerwehr das Löschwasser aus dem Knüllteich.

Zwei Brände in der Nähe der Knüllkaserne beschäftigte in der Nacht von Sonntag auf Montag Feuerwehren aus sechs Kommunen.

Schwalmstadt - Gegen 0.30 Uhr hatte die Leitstelle die Einsatzkräfte mit dem Stichwort F Wald 2 (Brand/ Wald/Groß) zu einem Waldstück an der Landesstraße 3156 (Neukirchener Straße) alarmiert.

Vor Ort habe sich der gemeldete Waldbrand dann als Hüttenbrand entpuppt, sagt Schwarzenborns Stadtbrandinspektor André Dickhaut. Zu retten gab es für die Einsatzkräfte nichts mehr. „Die Hütte stand bei unserer Ankunft bereits im Vollbrand“, berichtete der Stadtbrandinspektor.

Brand bei der Knüllkaserne: Brandausbreitung verhindert

Mit Wasser aus den Tanks der Einsatzfahrzeuge und dem Schnellangriffe verhinderten die Feuerwehrleute zunächst eine weitere Brandausbreitung auf dem Gelände. Rund um die Hütte habe überall trockener Reisig gelegen, so Dickhaut: „Erst vor Kurzem wurden dort mit einem Harvester Käferfichten geerntet.“

Im weiteren Einsatzverlauf pumpten die Feuerwehren dann das Löschwasser aus dem angrenzenden Knüllteich. Dazu habe die Wehr aus Grebenhagen an dem Gewässer eine Tragkraftspritze in Stellung gebracht, erklärte Dickhaut. Schläuche wurden quer über die parallel zu Einsatzstelle verlaufenden Landesstraße 3156 verlegt.

Brand bei der Knüllkaserne: Löschangriff aus mehreren Rohren

Nachdem die Wasserversorgung gesichert war, bekämpften die Brandschützer das Feuer mit Wasser aus mehren Rohren. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 3 Uhr hin. Man habe den umliegenden Waldboden intensiv gewässert, um eine erneute Entzündung zu verhindern, sagte der Stadtbrandinspektor im HNA-Gespräch.

Virenschutz: Die Maskenpflicht gilt auch für die Feuerwehr.  

Vor Ort im Einsatz waren die Feuerwehren aus Schwarzenborn, Neukirchen, Homberg, Knüllwald, Oberaula und Frielendorf. Die Einsatzleitung lag in den Händen des Schwarzenborner Stadtbrandinspektors.

Brand bei der Knüllkaserne: Auch Holzstapel brannte

Ursächlich für den Brand ist nach Polizeiangaben vermutlich vorsätzliche Brandstiftung. Da nur wenige Minuten vorher ein ebenfalls an der Landesstraße 3156 gelagerter Holzstapel in Flammen stand, sei die Vermutung naheliegend, sagte Polizeisprecher Markus Brettschneider gegenüber unserer Zeitung. Es handele sich in beiden Fällen um dieselben Täter, so Brettschneider.

Die Fichtenstämme löschten Einsatzkräfte der Feuerwehr Neukirchen. Der Schaden an dem Holz beläuft sich nach Polizeiangaben auf rund 250 Euro.

Weitere Brandstiftungen in der Region

In den vergangenen Wochen kam es in der Region Schwalm-Knüll immer wieder zu Bränden, wo Brandstiftung als Ursache seitens der Polizei nicht ausgeschlossen wird. Am 15.04.2020 brannte es in der ehemaligen Rehaklinik im Urbachtal und vergangene Woche wurden die Feuerwehren mitten in der Nacht bei Niedergrenzebach zu einem brennenden Holzstapel gerufen.

Die Häufung der Brände sei der Polizei bewusst und habe auch Auswirkungen auf den Streifendienst, sagte Brettschneider. Der Polizeisprecher zeigte sich zuversichtlich, den oder die potenziellen Brandstifter zu fassen: „Bei Brandstiftungen haben wir eine gute Aufklärungsquote.“

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