Sicherheit geht vor

Verein für Onlinebuchung – Kritik an aggressiven Besuchern

Förderverein Freibad Schwalmstadt: Zur Gründung im August 2018 entstand dieses
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Förderverein Freibad Schwalmstadt: Zur Gründung im August 2018 entstand dieses

Eine Stellungnahme des Freibadvereins Schwalmstadt erreichte uns zu unserem Artikel „Keine Bahn ohne Papierausdruck“. In dem Bericht am 24. Juni ging es um Schwächen und Kosten des Onlinebuchungssystems, das zur Einhaltung der Pandemiemaßnahmen eingeführt wurde.

Schwalmstadt – Der Freibadverein beklagt eine einseitige Darstellung, das Buchungssystem gebe den Besuchern Sicherheit für ihren Freibadbesuch, „die Luca-App, die von anderen Bädern in der Umgebung eingesetzt wird und im Beitrag als eine Lösung genannt wurde, ist ein System zur reinen Kontaktnachverfolgung und zeigt nicht die tatsächliche Besucherzahl an“.

Menschen ohne Internetzugang hätten zudem auch kein Smartphone für die Luca-App, meint der Freibadverein. Die detaillierte Kritik einer Besucherin möchte der Verein ebenfalls so nicht gelten lassen, ein Zutritt zum Bad sei auch ohne Ausdruck über den Einsatz eines Smartphones möglich. Wenn sich Links nicht öffnen ließen, so hänge das mit den Einstellungen des Endgerätes zusammen, was über einfaches Kopieren und Einfügen des Links gelöst werden könne. „Des Weiteren sucht das Personal im Bad immer nach einer Lösung, sollte es den ein oder anderen Gast geben, der ohne Online-Ticket an der Kasse erscheint, weil er oder sie weder ein Smartphone noch einen Internetzugang über einen Computer hat.“

„Kritik ist immer willkommen, aber nicht auf diese Art und Weise.“

In dem Zusammenhang kritisiert der Verein Besucher, die „Kassiererinnen, die teilweise Überstunden gemacht haben, um die Wartezeiten für die Besucher zu reduzieren und einen schnellen Einlass zu ermöglichen, angefeindet und beschimpft“ hätten: „Kritik ist immer willkommen, aber nicht auf diese Art und Weise.“ Der Verein räumt ein, dass die Stadt in Sachen Zehner-, Jahres- und Familienkarten nachbessern müsse. Die Preise seien „aber im Vergleich zu anderen Bädern nicht überteuert“. Zwar sei der Start für alle etwas holprig gewesen, doch es habe sich eingespielt.

Für Schulklassen und Frühschwimmer sei eine Lösung gefunden. Allerdings erhielt die HNA keine Informationen, wie die diese Lösung aussieht. Bei einer Vorstandssitzung am Mittwochabend sei man übereingekommen, weitergehende Fragen kurzfristig nicht zu beantworten, für einige sei man auch nicht der richtige Adressat, das sei die Stadt als Betreiber des Freibades.

Die HNA hatte unter anderem gefragt, ob für Personen ohne Onlinebuchungs-Gelegenheit immer eine Lösung gefunden wurde und wie der Förderverein konkret zu Problemlösungen zum Beispiel an der Kasse oder der Regulierung der Personen in den Becken beitragen kann. Eine Positionierung gab es auch nicht zu einem generellen Verzicht auf Eintrittsgelder oder zur Erweiterung von Öffnungszeiten, wenn der Besucherandrang groß ist. Schwalmstadt ist eine fünf Kommunen in Deutschland, die das Buchungstool von Ticket Regional (Trier) für ihr Freibad nutzen, die Höhe der Systemgebühr ist nicht bekannt. (Anne Quehl)

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