Region stochert im Nebel

Stadt Schwalmstadt: Werbung für Industriepark an der A49

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Mit einer neuen Homepage versucht die Stadt Schwalmstadt, Unternehmen auf den Industriepark „AreA49“ aufmerksam zu machen.

Mit neuer Homepage will Schwalmstadt auf Gewerbegebiet aufmerksam machen.

Die Präsentation des geplanten Gewerbegebiets an der Autobahn 49 sorgt für Gesprächsstoff. Still und leise ging am 7. Oktober die Homepage online und macht damit den neuen Namen „AreA49“ bekannt. Auch Kommunen, die sich an dem interkommunalen Gewerbegebiet beteiligen wollen, erfuhren offenbar lediglich per E-Mail vom Kampagnenstart. Mit den Eigentümern, meist örtliche Landwirte, will die Stadt erst noch Verhandlungen aufnehmen, wie eine Infoveranstaltung von Kritikern neulich ergab.

Nicht von Interesse sein sollte nach Ansicht des Schwalmstädter Stadtmanager auch die Frage nach den Kosten sein: Die von der Stadt investierte Summer sei wegen der geringen Höhe doch eigentlich uninteressant, so der Stadtmanager. Auf Nachfrage nennt Nehrenberg im Gespräch mit unserer Zeitung dann schließlich doch den Betrag. Der Internetauftritt der „AreA49“ habe die Stadt weniger als 2000 Euro gekostet, so der 51-Jährige: „Text und Konzept – der Content – sind von mir, daher war es auch so günstig.“

Ein IT-Fachmann bestätigte auf HNA-Anfrage, dass der Preis durchaus realistisch ist. Die Webseite ist mit Wordpress auf Basis eines bestehenden Templates entwickelt worden. Dabei handelt es sich um ein Grundgerüst für eine Homepage, also so etwas wie eine Vorlage.

Wie Bürgermeister Stefan Pinhard und Stadtmanager Nehrenberg erklären, habe man für insgesamt rund 5000 Euro eine Homepage gestaltet und darüber hinaus 500 Flyer drucken lassen. Der Name sei nicht nur griffig und pfiffig, sondern mache auch deutlich, dass Schwalmstadt einen Platz an der A49 beansprucht.

Auf der Immobilienmesse Expo-Real in München seien die Rückmeldungen zum Namen überwiegend positiv gewesen, weiß Nehrenberg zu berichten. Gemeinsam mit Bürgermeister und Bauamtsleiter machte der Stadtmanager dort Werbung für den Industriepark. Es gebe aktuell jeweils einen Interessenten aus dem produzierenden und dem logistischen Gewerbe, freut sich Nehrenberg.

Zielgruppe der zweifellos schick anzusehenden Werbematerialien sind Unternehmen. Er könne sich durchaus vorstellen, dass sich auf dem Gelände nicht nur Logistiker ansiedeln, sondern auch produzierendes Gewerbe, gibt sich Nehrenberg optimistisch. Gerade was den Bereich Zukunftstechnologien der Mobilitätswende angehe, sei im „AreA49“ vieles denkbar, so der 51-jährige weiter.

Während in München offensiv geworben wurde, mangelt es in der Schwalm an Informationen. Nach wie vor schweben über der „AreA49“ einige Fragezeichen. Weder Homepage noch Flyer liefern Antworten, sondern fassen lediglich ein paar allgemeine Standortfakten zusammen. Bürger und Kommunalpolitiker stochern im Nebel.

Auch in Gilserberg war der Industriepark jüngst wieder Thema im Gemeindeparlament, denn die direkten Anrainerkommunen sind zur interkommunalen Beteiligung eingeladen. Bürgermeister Rainer Barth konnte nach Rücksprache mit der Stadt darüber informieren, dass nach Gesprächen in Wiesbaden für eine außerordentliche Förderung (z.B. Erschließung) keine Mittel in Aussicht stehen – Wiesbaden empfahl, einen Antrag zu stellen, wenn es konkret wird – zu Zeitplänen konnte Barth aber keine Angaben machen.

Der Verkehr auf der A49 soll dabei bald rollen, nach optimistischer Schätzung ab 2022.

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