Weg frei für Tegut

Stadtparlament billigt letzten Schritt für Neubau in Treysa

Außenansicht des Rathauses Ziegenhain. Vor dem Gebäude stehen vereinzelt geparkte Autos.
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Über viele Jahre tagte das Schwalmstädter Stadtparlament ausschließlich im Rathaus Ziegenhain, aktuell ist das nicht möglich. In der vergangenen Sitzung wurde nun Weg frei für den Bebauungsplan Schmelzau Treysa gemacht. (Archivfoto)

Die ersten Schritte wurden vor mehr als einer Dekade gegangen, mit dem Satzungsbeschluss ist der Bebauungsplan Schmelzau Treysa, dass ein neuer Lebensmittelmarkt dort gebaut werden kann.

Schwalmstadt – Wie berichtet hat Tegut alle Pläne für den Neustart an dieser Stelle fertig. Bereits vor rund fünf Jahren hatte Projektentwickler Werner (Fulda) sowohl das Schmelzau-Areal als auch den alten Markt an der Friedrich-Ebert-Straße für Tegut angekauft. Schon lange ist für Tegut klar, dass der Alt-Standort aufgegeben werden soll für mehr Innenstadtnähe und weil das alte Marktgebäude nur noch abgerissen werden kann. An gleicher Stelle soll übrigens ein weiterer, noch nicht benannter Discounter für die Versorgung in dem Stadtviertel sorgen.

Teguts Umzugswünsche waren nie unumstritten: Es wurde in der Stadt und der Lokalpolitik über Jahre diskutiert, denn grundsätzlich gilt das Angebot an Lebensmitteln in Schwalmstadt als bereits zu groß (Zentralitätskennzahl 149 Prozent). Doch es ist auch offensichtlich, dass sich das Ex-Autohaus-Gebiet in einem sehr schlechten städtebaulichen Zustand befindet. Die Projektgruppe Werner (Fulda) zeigte sich gegenüber der HNA zuletzt im Oktober zuversichtlich, dass der neue Markt dort noch dieses Jahr entsteht.

Stadtparlament Schwalmstadt: Bisher keine Einordnung von Bürgermeister Pinhard zum Satzungsbeschlus

Die Rahmenbedingungen für Tegut zusammen mit dem Bürofachmarkt Joneleit (600 Quadratmeter) sind nun geschaffen, aber offen ist, ob es nun Klagen gibt von Gegnern des Vorhabens. Dergleichen ist zwar offiziell nicht angekündigt, doch haben Beobachter die jahrelangen Querelen um den Wieragrund durchaus im Hinterkopf.

Von Bürgermeister Stefan Pinhard war keine Einordnung der Situation zu erhalten. Bauamtsleiter Alexander Inden verwies auf den Datenschutz und darauf, dass ein Neubau eine bauordnungsrechtliche Baugenehmigung durch den Landkreis benötige. Bestätigen konnte er, dass die länger umstrittene Verkehrsanbindung einvernehmlich mit Hessen Mobil gelöst wurde, eine Verwaltungsvereinbarung liegt vor. Auch alle anderen Punkte der wegen Corona eingedampften Tagesordnung wurden ohne Aussprache in der Festhalle zügig abgehandelt, einzig der Jahresabschluss KWS (Kommunaler Wohnungsbau), stets ein Zankapfel, wurde vertagt. (Anne Quehl)

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