Kommentar zu städtischen Wohnungen: Verkauf als Wahlkampfthema

Der Haussegen zwischen CDU und SPD in Schwalmstadt hängt schief, ein Kommentar von Anne Quehl über die städtische KWS.

Wie es häufig in Auseinandersetzungen ist, hat jeder der Kontrahenten berechtigte Argumente. Wichtig ist jetzt, dass man sich zusammensetzt, denn mit einem mehrheitlichen Nein sind die Probleme nicht vom Tisch.

Inzwischen ist klar, dass es ein Fehler war, die beiden „bösen“ weil stark herunter gekommenen Blocks hinter verschlossenen Türen abzustoßen zu wollen. Nach vierstündiger Sitzung und etlichen vorangegangenen Stunden im Ausschuss lag das vielleicht weniger an der Müdigkeit der Stadtverordneten als am Ärger über geändertes Abstimmungsverhalten und der Tatsache, dass es über den Verkauf der Blocks keine ausreichende öffentliche Diskussion gegeben hatte.

Und die ist es, die jetzt vonnöten ist. Sie wird besonders hart ausfallen, weil die Kommunalwahl praktisch kurz bevor steht, sodass sich die Parteien naturgemäß profilieren beziehungsweise unbeugsam zeigen wollen. Dabei wäre bei dieser brisanten und sehr politischen Angelegenheit Transparenz und Fairness besonders wichtig.

Zum einen wird es um die Zukunft der KWS als Ganzes gehen. Zum anderen darum, was nun mit den beiden Blocks, die über Jahre völlig herunter kamen, geschehen soll. Mal schauen, ob das trotz Wahlkampf gelingt.

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