Kommentar zum Fischsterben: Es stinkt zum Himmel

Im Wallgraben sterben seit Tagen die Fische. Ein Kommentar von Sylke Grede.

Wieder einmal kocht bei dem Thema Wallgraben den Ziegenhainer der Frust hoch. Während die Fische in dem historischen Gewässer nach Luft schnappen, mag man das Hin- und Hergeschiebe der Zuständigkeiten schon gar nicht mehr hören. Die JVA? Das Justiz- oder das Finanzministerium? Oder die Stadt? Oder die dem trockenen Wetter geschuldete Situation?

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann versprochen, dass der latent gefährliche Zustand des Wallgrabens umgehend beendet werden müsse. Inzwischen fangen die Ziegenhainer bei solchen Ankündigungen vermutlich an zu gähnen.

Im Zusammenhang mit dem Fischsterben am Wallgraben offenbart sich die aufgeblähte Bürokratie: Von Wiesbaden aus ist der Wallgraben weit weg, was kümmern da schon Fische in einem kleinen mit gefährlicher Munition gespickten Gewässer? Viele Wählerstimmen gibt es in unserer eher strukturschwachen Region nicht zu holen. Kein Wunder, dass es am Wallgraben stinkt.

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