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Team der Frühstückstreffen für Frauen hört altersbedingt auf

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Von: Sandra Rose

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Zwei Teilnehmerinnen beim Frühstückstreffen trinken Kaffee.
33 Jahre gab es die Frühstückstreffen für Frauen in der Kulturhalle. © Kerstin Diehl

Mehr als 30 Jahre lang gab es in Ziegenhain die Frühstückstreffen für Frauen – im Mittelpunkt der wiederkehrenden Veranstaltung standen Lebens- und Glaubensfragen.

Schwalmstadt – Jetzt hat sich das Vorbereitungsteam entschieden, aufzuhören. Die Gründe hierfür sind vielfältig, berichten Barbara Sauer aus Schwalmstadt und Simone Lengemann aus Neukirchen, die die Treffen federführend organisierten. „Wir schaffen die Organisation nicht mehr, die Frauen im Team sind älter geworden und dann kam noch die Pandemiepause hinzu“, erzählt Sauer.

Den Schritt bedauert auch Simone Lengemann: „Wir waren eine tolle Mannschaft, aber die Lebensumstände von vielen Frauen im Team haben sich verändert, die Prioritäten liegen, auch durch Alter und Trauerfälle, woanders.“

erste Treffen vor 33 Jahren

Die Idee der Frühstückstreffen entstand in den 1980er-Jahren unter Frauen in der Schweiz. Sie gründeten den überkonfessionellen Verein „Frühstückstreffen für Frauen“. „Wenige Jahre später überlegten einige Frauen aus Schwalmstadt und Umgebung, dass solch ein Treffen auch in Schwalmstadt stattfinden könnte. Nach eingehenden Gesprächen und Planungen wagten wir es und luden vor 33 Jahren zum ersten Treffen ein“, heißt es aus dem Team.

Gespräche, Vorträge und Musik

Bei dem Frühstückstreffen (kurz FFF) für Frauen handele es sich um ein Forum für Lebens- und Glaubensfragen. Es biete Frauen die Möglichkeit, einmal Abstand vom Alltag zu finden, Zeit für sich zu haben und mit anderen Frauen ins Gespräch zu kommen.

Vorträge und Musikbeiträge eröffneten neue Sichtweisen auf Altgewohntes. In diesem Sinn fanden die Veranstaltungen des FFF statt. In der Schwalm entwickelte sich aus der Initiative ein Verein, der zwei Mal im Jahr zum Frühstückstreffen für Frauen einlud. Hierzu waren stets Referentinnen eingeladen, die zu unterschiedlichsten Themen sprachen und zu Gesprächen unter den Frauen anregten. Dazu gab es einen Büchertisch.

insgesamt etwa 10 000 Teilnehmerinnen

Viel Liebe zum Detail steckte das Team in die Dekoration der Halle. „Unser Ziel war es immer, mit abgestimmtem Blumenschmuck, gutem Essen und Musik eine Atmosphäre zum Wohlfühlen zu schaffen“, sagt Simone Lengemann. An 65 Veranstaltungen nahmen in 33 Jahren insgesamt etwa 10 000 Frauen teil. Dabei wurden 30 000 Tassen Kaffee getrunken und 20 000 Brötchen verzehrt.

Damit ist nun schweren Herzens Schluss: „Das Team bedankt sich bei den Frauen vor allem für die Treue, immer wieder gab es positive Rückmeldungen nach den Veranstaltungen, die uns einfach total motiviert haben“, erklärt die Neukirchenerin.

Ein Dank gehe auch an die Stadt Schwalmstadt, die über die vielen Jahre dem FFF-Team entgegengekommen sei und die Kulturhalle Ziegenhain zur Verfügung stellte, nicht zu vergessen sei die Hausmeisterin der Kulturhalle, Frau Huber, und Herr Weber, der die Veranstaltungen aufgenommen und auf CD gebrannt habe, heißt es vom Team. (Sandra Rose)

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