Meisterin zu Gast

Tennis-Talent Pauline Bruns besuchte ehemaligen Verein in Ziegenhain 

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Ein Wiedersehen: Waltraud Siebold (Mitte) , Fördervereinsvorsitzende und Cheftrainer Stefan Riex (links) bereiteten der neuen Deutschen Tennismeisterin Pauline Bruns (Mitte) einen würdigen Empfang auf der Tennisanlage der Tuspo Ziegenhain. Sie bedachten das Ausnahmetalent, das in Ziegenhain seinen Anfang im Tennis nahm, mit einem Restaurantgutschein

Ziegenhain. Die Freude über den großen Tennis-Erfolg stand allen Beteiligten am Mittwochnachmittag ins Gesicht geschrieben. Fördervereinsvorsitzende Waltraud Siebold begrüßte den jungen Tennisnachwuchsstar Pauline Bruns auf den Tennisplätzen des Turn- und Sportvereins Ziegenhain.

Die 13-jährige aus Gilserberg gewann am Sonntag die Deutsche Meisterschaft ihrer Altersklasse und wurde am Mittwochnachmittag von ihrem Verein, wo sie einst ihre Tenniskarriere begonnen hatte, freudestrahlend empfangen.

„Mein Gott, bist du groß geworden“, sagte Waltraud Siebold, die die Anfänge des Tennisstars noch gut in Erinnerung hat. „Sie hatte schon immer großes Talent und sie bringt den Ehrgeiz und die Disziplin für solche Leistungen mit“, lobte Siebold. Die 13-jährige, die auch in der Schule großes Können zeigt, hatte als sechsjährige verschiedenste Sportarten ausprobiert.

Wir haben sie ganz viel Leichtathletik, Reiten, Schwimmen und Tennis testen lassen. Beim Tennis hat sie ihren Platz gefunden“, erklärte Mama Dagmar Immel-Bruns, die ihre Tochter wie auch Papa Jörg nach besten Kräften unterstützt.

Monat für Monat kommen allein 4000 Kilometer an Trainingsfahrten zusammen, trainiert die junge Sportlerin inzwischen doch auf Bezirksebene in Baunatal und im Verband in Offenbach. Dreimal die Woche legt die Familie für die mehrstündigen Trainingseinheiten viele Kilometer zurück, Pauline macht ihre Schulaufgaben zum Teil auf der Fahrt.

„Zeit für Urlaub bleibt uns in den Ferien nicht. Wir reisen von einem Tennis-Event zum Nächsten.“

Dagmar Immel-Bruns

Wochenenden gehören bei der Familie auch ganz dem Tennis, denn längst nimmt die 13-Jährige an internationalen Turnieren teil. „Zeit für Urlaub bleibt uns in den Ferien nicht. Wir reisen von einem Tennis-Event zum Nächsten“, beschreibt Mama Dagmar Immel-Bruns das Familienleben.

     „Die gesamte Familie ist vom Sportgeschehen fasziniert. Ohne diese Faszination wäre der große logistische Aufwand auch nicht zu leisten“, so die Mama, die mit dem ehemaligen Nationaltorhüter Eike Immel als Bruder eine weitere prominente Sportlerpersönlichkeit in ihrer Familie hat.

Pauline hat Glück, dass sie von ihrer Familie so unterstützt wird. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht“, so Waltraud Siebold, die sich seit der Gründung des Fördervereins vor 18 Jahren dafür einsetzt, dass der Tennissport auch für kinderreiche Familien ein erschwingliches Hobby bleibt. „Ohne unsere vielen Sponsoren, könnten die Kinder hier nicht so kostengünstig trainieren. Wir können auf unsere Sportanlagen stolz sein“, so Waltraud Siebold.

Der Erfolg von Pauline Bruns habe in Ziegenhain ihren Lauf genommen und so sei es nur richtig, dass die kleinen Nachwuchsspieler in Pauline nun ein Idol sehen würden. Große Tennisnamen wie Steffi Graf und Boris Becker würden den Kindern von heute längst nichts mehr sagen, wenngleich der Tennissport durch Angelique Kerber wieder großen Aufschwung erfahren hätte. „Die Talsohle des Tennissportes ist durchschritten. Tennis boomt“, stellte auch der Ziegenhainer Cheftrainer Stefan Riex fest. Schon fünfjährige Kinder zeigten in der Ballschule der Tennisabteilung Interesse am Tennis. Mit dem heutigen kindgerechten Equipment lernten die Kinder schnell eine gute Technik, was in Zeiten von Graf und Becker noch keineswegs üblich gewesen wäre.

Das Niveau ist heute ein ganz anderes“, so auch die Beobachtungen von Dagmar Immel-Bruns, die selbst gerne ein Erinnerungsfoto mit Steffi Graf gemacht hätte, als ihre Tochter auf einem Turnier in Paris gespielt hat.

„Vielleicht schaffe ich den langen Weg zum Profi“, so die 13-jährige, die den kleinen Nachwuchsspielern auf dem Tennisplatz den Tipp gab, sich nie den Spaß am Tennis nehmen zu lassen, Ausdauer zu zeigen und öfter auch mal früher ins Bett zu gehen, um wirklich ausgeschlafen auf dem Platz anzutreten. Sie selbst brauche die Wettkampfatmosphäre, liebe das Kräftemessen mit guten Gegnern und nehme Niederlagen als Herausforderung.

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