Tennisabteilung des TSV Frankenhain feiert 25-Jähriges

Der Spatenstich 1993: Heinrich Gringel, Reiner Schmidt, Jürgen Schneider, Gerd-Friedrich Huck und Lothar Ditter (von links) legten den symbolischen Grundstein. Fotos:  privat

Frankenhain. Spielen wie Boris Becker oder Steffi Graf – Tennis erlebte Ende der 1980er-Jahre einen Boom, dem sich auch die Schwälmer nicht entziehen konnten. Kein Wunder, die Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten war groß. In Treysa, Ziegenhain und Gilserberg frönten Sportler dem neuen Hobby. Auch in Frankenhain – vor 25 Jahren gründete sich dort ein Tennisverein.

Zur Gründung des Vereins meldeten sich 37 Erwachsene und 18 Kinder und Jugendliche an, sogleich begannen die Mitglieder mit dem Bau eines Tennisplatzes. Der kostete 43 000 Euro und war nur finanzierbar, weil nahezu alles in Eigenleistung gemacht wurde. 1500 Stunden arbeiteten die Mitglieder an ihrer Vision.

Zuschüsse für den Bau

Und es gab Zuschüsse vom Land, dem Kreis, dem Landessportbund und der Stadt. Der Platz entstand direkt neben dem Sportplatz. Das Grundstück war vormals Eigentum des Landes Hessen – Ausgleichsfläche für den Bau der A 49. Die Stadt erhielt das Areal schließlich durch einen Tausch. Spatenstich war am 22. April 1993. Im ersten Jahr lenkte Lothar Ditter die Geschicke, ihm folgte Jürgen Schneider, der bis heute Spartenleiter ist.

Der Verein wuchs schnell. Im ersten Jahr summierte sich die Mitgliederzahl auf 110. An Medenrunden beteiligten sich die Frankenhainer Tennisspieler zwar nicht, es entwickelte sich jedoch ein reger Spielbetrieb, erklärt Schneider. Es gab regelmäßige Spiele gegen Insassen der JVA Ziegenhain, die Abteilung fuhr zum sportlichen Duell in Schwalmstadts Partnerstadt Loriol.

Von 1995 bis 2012 etablierte sich das Kinder- und Jugendtraining. Bald fehlte den Sportlern ein eigener Gesellschaftsraum, der in den Jahren 2000 bis 2005 an das Vereinsheim des TSV Frankenhain angebaut wurde. Wieder in 800 Stunden Eigenleistung.

Kaum noch Nachfrage

Gut zehn Jahre hielt der Boom an, mittlerweile ist kaum noch Nachfrage da. „Längst gibt es keine Aufnahmegebühr mehr. Aber selbst damit kann man Junge nicht mehr locken“, sagt Schneider. Als eigenständiger Verein wurde es mit den schwindenden Mitgliederzahlen zusehends schwierig, den Betrieb zu erhalten. Im Jahr 2002 schloss sich der Verein dem TSV Frankenhain an.

Als Abteilung zählt sie heute 23 Mitglieder. „Davon sind noch etwa zehn Aktive“, erklärt Schneider. Mit der Entwicklung der Tennisabteilung ist Schneider dennoch zufrieden: „Wir sind finanziell gesund, es ist alles bezahlt.“ Und auf die Mitglieder sei immer Verlass. Die Hege und Pflege der Räume sowie des Platzes funktioniere bestens.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.