Einsatz am Trümmerkegel

THW Schwalmstadt gestaltet Ausbildungsgelände neu

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Thomas DickelTHW-Ortsbeauftragter

Mit schwerem Gerät waren vor kurzem Helfer des THW auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsdepots in Rörshain zu Gange.

Aus verschiedenen Ortsverbänden aus Nordhessen waren Fachgruppen der Kategorie Räumen mit ihren blauen Baggern, Radladern und Lkw in die Schwalm gekommen, um den THW-Ortsverband Schwalmstadt (Fachgruppe Bergung, Ortung und Notversorgung/Notinstandsetzung) zu unterstützen.

THW gesaltet Ausbildungsgelände neu

Die THWler aus der Schwalm, Bad Hersfeld, Eschwege und Marburg entfernten die alte Atemschutzübungsstrecke aus einem früheren Wachgebäude und begannen mit der Räumung eines für die Ausbildung aufgeschütteten Trümmerkegels. Dort übten die THW-Helfer bislang Szenarien, wie sie bei Gebäudeeinstürzen infolge von Erdbeben oder einem Explosionsunglück typischerweise vorgefunden werden. Man habe die Übungsanlagen in Rörshain seit Mitte der 1990er Jahre genutzt und es sei nun an der Zeit gewesen, die Ausbildungseinrichtungen zu modernisieren und an den Stand der Technik anzupassen, erklärt Thomas Dickel, neuer THW-Ortsbeauftragter in Schwalmstadt. Gerade für die seit einigen Jahren in Schwalmstadt vorhandene biologische Ortung – Such- und Rettungshunde – sei man bestrebt optimale Bedingungen zu schaffen, so Dickel: „Ein den Vorschriften entsprechendes Prüfgelände muss rund 750 bis 1000 Quadratmeter groß sein. An die biologische Ortung werden hohe Anforderungen gestellt.“

Thomas DickelTHW-Ortsbeauftragter

Es reiche aber nicht nur einen Erd- und Trümmerhaufen aufzuschütten, erklärt der Ortsbeauftragte. In dem Trümmerkegel müsse es beispielsweise auch die Möglichkeit zur Rettung aus Höhen und Tiefen bis zu jeweils eineinhalb Metern geben.

THW trägt im ersten Arbeitseinsatz alten Trümmerkegel ab

In einem ersten Arbeitseinsatz trugen die THW-Helfer den alten Trümmerkegel ab und transportierten das verwertbare Material an eine andere Stelle auf dem alten Militärgelände. Ein Ersatz für die Atemschutzübungsstrecke ist nicht geplant. Das neue Übungsareal entstehe bei den deutschen Bunkeranlagen, sagt Thomas Dickel.

Um die Helfer möglichst realistisch ausbilden zu können, kommen in den neu aufzubauenden Trümmerkegel auch Rohre und Schächte. Das Material dazu erhält das THW vom Bauhof der Stadt Schwalmstadt.

Altes Material sinnvoll weiterverwenden

Dabei handele es sich um für den eigentlichen Zweck nicht mehr nutzbares Baumaterial, welches auf diese Art noch sinnvoll verwendet werden könne, freut sich der Ortsbeauftragte und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Die übrigen Kosten finanziert das THW Schwalmstadt über sein eigenes Budget aus Bundesmitteln.

Die Arbeiten in Rörshain sollen in einigen Monaten abgeschlossen sein. Er rechne noch mit mindestens drei größeren Arbeitseinsätzen, sagt Dickel: „Wenn das Material da ist, werden uns auch die THW-Ortsverbände aus Homberg und Bad Wildungen mit einem Radlader und Kran unterstützen.“

Nicht nur THW Schwalmsatdt soll zukünftig neuen Trümmerkegel nutzen

Der neue Trümmerkegel soll zukünftig nicht nur vom THW Schwalmstadt genutzt werden, sondern THW-Einheiten aus ganz Nordhessen zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus wolle man mit der Übungsmöglichkeit auch andere Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und DRK ansprechen und zusammenbringen, betont Thomas Dickel: „Ich finde die organisationsübergreifende Zusammenarbeit ganz wichtig.“

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