Osterspaziergang mit Ziegen

Tiere gehören seit einem Jahr zur Familie Schaub aus Wiera

Das Ziegengehege im Garten: Josephine (von links), Iris und Mariella Schaub mit den beiden Zwergziegen Bob und Schnucki.
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Das Ziegengehege im Garten: Josephine (von links), Iris und Mariella Schaub mit den beiden Zwergziegen Bob und Schnucki.

Einen Osterspaziergang der etwas anderen Art haben dieser Tage Mariella (12) und Josephine (7) Schaub gemacht. Sie führten ihre beiden Ziegen an der Leine durchs Dorf und Feld – die gehören nun schon seit über einem Jahr zur Familie.

Wiera – „Das sind unserer Corona-Ziegen“, sagt Iris Schaub, die Mutter. Als im März vergangenen Jahres die Schulen schlossen und die Kinder ohne Kontakt den ganzen Tag zu Hause waren, entstand nach zwei Wochen die Idee. „Den Kindern fiel die Decke auf den Kopf“, sagt Iris Schaub. „Wir wollten gerne Tiere, mit denen wir auch spielen können“, sagt Tochter Mariella.

So fiel die Wahl auf Ziegen. Platz haben Schaubs auf ihrem großen Grundstück direkt an der Wiera genug – das ehemalige Hühnergehege mit dem Gartenhäuschen als Unterschlupf war schon länger frei. Und ein großes Herz für Tiere haben sie auch. „Mein Mann schleppt alles an“, sagt Iris Schaub mit einem Kopfschütteln und einem Lächeln im Gesicht – so lange sie selbst sich nicht drum kümmern müsse, sei das schon okay. So dauerte es nicht lange, dass die Familie neben ihren sechs Hasen, drei Hunden, zwei Hamstern, den Meerestieren im Aquarium und den Vögeln und den wunderschönen Zwergpapageien in der Voliere auch bald zwei Zwergziegen hatte. Vater Micha Schaub hatte sie übers Internet bei einem Züchter in Thüringen gefunden. Tochter Josephine wusste von Anfang an, dass es „ein Bock sein sollte, und der sollte weiß sein“, so die Siebenjährige. Und so kam es auch – neben Bob, dem Bock gehören Schnucki, die Geiß zum großen Familienverbund – und sorgen täglich für Abwechslung.

In Wiera unterwegs: Mariella und Josephine spazieren mit den Ziegen durchs Dorf.

Zwei Mal täglich füttern Mariella und Josephine ihre vierbeinigen Haustiere mit Heu, Karotten, misten täglich aus und geben frisches Wasser. Tollen auf dem Rasen mit ihnen herum und führen sie an der Leine spazieren. Das macht so viel Spaß, dass Mariellas Hund Joella, ein Spanischer Wasserhund, oft schon zurückstecken muss beim Gassigehen.

Während die Zicke Schnucki fast noch so groß ist, wie sie vor gut einem halben Jahr als dreimonatiges Zicklein zu Schaubs nach Wiera kam, ist aus Bob, dem Bock ein kräftiges Tier geworden, das die Siebenjährige Josephine ihn manchmal kaum noch halten kann. Schnucki hingegen setzt sich gern auch mal bei Mariella auf den Schoß oder massiert ihr mit den Klauen den Rücken – die Kinder lieben ihre Ziegen. Und genügsam sind sie auch, sagt Iris Schaub. Heu und Stroh holt ihnen Opa Helmut Schaub mit der Schubkarre bei den Landwirten im Ort, auch den Kot fährt er mit der Schubkarre durch Dorf – eine eigene Miste haben Schaubs nicht. Noch nicht, möchte man meinen, denn ein großes Herz für Tiere hat die Familie allemal, Corona beherrscht noch immer das Leben – und Platz gibt es in dem großen Garten auch noch genug. (Kerstin Diehl)

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