Tierschützer protestierten vor Baumarkt in Treysa

Protestaktion: Als Hase verkleidet protestiert die Julia Thielert von der Tierschutzorganisation Peta gemeinsam mit Katrin Glänzer vor dem Hagebaumarkt in Treysa. Foto: Haaß

Treysa. Besuchern des Hagebaumarkts in Treysa bot sich ein ungewöhnlicher Anblick: Eine Frau im Häschenkostüm im Einkaufswagen sitzend sieht man schließlich nicht alle Tage.

Im Zuge einer Kampagne gegen den Verkauf von Kleintieren in der Baumarktkette protestierten drei Tierschützer von Peta vor der Filiale in Treysa.

Peta-Aktivistin Julia Thielert als Kaninchen, die zuständige Aktionskoordinatorin der Tierschutzorganisation Peta, Alena Thielert sowie Katrin Glänzer aus Schwalmstadt hatten sich für eine Stunde vor dem Grundstück des Baumarkts positioniert, um auf die ihrer Meinung nach unhaltbaren Zustände bei Zucht und Verkauf aufmerksam zu machen. „Hier ist es super, weil uns so viele Leute sehen“, freute sich Alena Thielert. Damit bei dem kreativen Protest alles seine Ordnung hatte, war sowohl das Ordnungsamt Schwalmstadt als auch eine Polizeistreife vor Ort.

Zuchtanlagen

„Hagebau lockt mit dem Verkauf von Kleintieren Kunden in seine Filialen, verschweigt aber, dass viele Tiere in den Zuchtanlagen in winzigen Boxen in ihren eigenen Ausscheidungen vor sich hinvegetieren und dabei oft verdursten oder an ihren Verletzungen sterben“, erklärte Alena Thielert die Hintergründe der bundesweiten Aktion der Tierschützer.

Laut Recherchen der Tierschutzorganisation soll Hagebau einen großen Teil seiner Tiere mittels zwischengeschalteter Großhändler aus tierquälerischen Zuchtanlagen in den Niederlanden und Deutschland beziehen. In diesen Betrieben würden jährlich viele Tausend Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Ratten und Mäuse in überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen regelrecht „produziert“, so die Tierschützer in einer Mitteilung.

Ein Vertreter von Hagebau war während der Aktion nicht vor Ort.

Die Reaktionen von Marktbesuchern waren aber überwiegend positiv, schnell kamen die drei Protestler mit Schwalmstädtern ins Gespräch.

„Ich bin selber Vegetariern und finde die Aktion toll“, sagte beispielsweise Yvonne Wollenzin und lobte ausdrücklich das Engagement von Peta in dieser Sache.

Von Matthias Haaß

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