Unterricht in Sachen Respekt und Toleranz

Anti-Gewalt-Training mit TV-Darsteller Carsten Stahl in Treysa

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Der TV-Star auf Tuchfühlung in der Pausenhalle: Mia Toidse (links) war eine der ersten, die am Dienstag ein Autogramm von Carsten Stahl (rechts) erhaschte.

Treysa. Camp Stahl in der Schule im Ostergrund: Der aus dem Fernsehen bekannte Star Carsten Stahl war am Montag und Dienstag zu Gast in Treysa.

Statt wie üblich Mathe, Deutsch und Biologieunterricht zu haben, gab es für die Schüler der Klassen 8 a und b Unterricht in Sachen Respekt und Toleranz.

Als der Held der RTL2-Serie „Privatdetektive im Einsatz“ in der zweiten großen Pause für Autogramme in die Pausenhalle kam, war fast die gesamte Schülerschaft vor Begeisterung wie aus dem Häuschen.

Johlen und Gedränge 

Lautes Johlen, strahlende Augen, dichtes Gedränge - jeder wollte gestern möglichst nah an Carsten Stahl heran. Der nahm es gelassen und gab bereitwillig seine Unterschrift. Die Fünftklässlerin Mia Toidse aus Treysa war eine der ersten, die ein Autogramm erhaschte: „Der ist einfach cool“, sagte mit einem Lächeln im Gesicht. „Es ist einfach toll, dass er gerade an unsere in unsere Schule gekommen ist“, freute sich Sebastian Stremme (15). Er geht in die 8 b. Gemeinsam mit Klassenlehrerin Lisa Weese durften sie Carsten Stahl zwei Schultage lang erleben.

„Wir möchten die Schüler vor den Fehlern bewahren, die wir selbst in unserer Vergangenheit begangen haben.“

Carina Rinner

„Das war sehr hilfreich und hat unserer Klasse gut getan“, fasste Carina Rinner aus der 8 a ihre Eindrücke zusammen.

Den Schülern bewusst machen, welche Wirkung Worte haben können, wie verletzend sie sein und welche Folgen sie haben können, war ein Aspekt von vielen, die Stahl mit den Schülern anhand von Situationsbeispielen besprochen hat.

„Wir möchten die Schüler vor den Fehlern bewahren, die wir selbst in unserer Vergangenheit begangen haben und durch authentische und ehrliche Aufklärung versuchen zu erreichen, dass sie selbst erkennen, was sie bisher falsch gemacht haben“, so Carsten Stahl.

Tätowierter Kampfsportler 

Vanessa Weber

Der tätowierte Kampfsportler weiß, wovon er spricht, hat er doch selbst schon ein Gefängnis von innen gesehen. Keine Frage - der gebürtige Berliner kam bei den Schülern in Treysa gut an. „Es war sehr emotional“, so Vanessa Weber. „Er machte uns klar, was für Schimpfwörter wir benutzen und dass das Leute sehr verletzen kann, wenn man beispielsweise Hure sagt“, sagte die Achtklässlerin sichtlich bewegt.

Justin Grünitz

Ziel des Projekts Camp Stahl sei es, den Kindern Gewalt auszutreiben und zu verhindern, dass diese erst entsteht, heißt es in einer Pressemitteilung von Carsten Stahl, der unter dem Namen Camp Stahl auch einen Verein gegründet hat. „Der hat einen starken Charakter“, meinte Justin Grünitz (15) nicht minder beeindruckt.

Die Schule im Ostergrund habe bewusst die achten Klassen für dieses Projekt ausgewählt, sagte Jochen Helwig von der Schulleitung auf Anfrage der HNA.

Denn in diesen Jahrgangsstufen müssten sich die Klassen nach der Förderstufe neu finden und zu einem Klassenverband zusammen wachsen. Da biete sich ein solches Projekt an, um das Miteinander zu fördern.

Der Kontakt zu Carsten Stahl und seinem Projekt Camp Stahl sei über Liane Rasner-Peters entstanden, die in Wasenberg ein Naturalsport-Zentrum betreibt, das ebenfalls mit dem Anti-Gewalt-Trainer zusammenarbeitet.

Weitere Informationen gibt es unter www.camp-stahl.de

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