Informationstermin am 3. Februar 

Anwohner wehren sich gegen Hang-Sicherung am Frankenhainer Weg

Maroder Gehweg: Er soll beim Bau mit einer vorläufigen Schotter/Splitt-Oberfläche hergestellt werden, bis Rohre und leitungen verlegt sind.

Treysa. Der Hang unter den Wohnhäusern am Frankenhainer Weg soll nach den neuen Regeln der Ingenieurkunst befestigt werden. Den Anliegern gehen die Pläne zu weit. 

Wirbel um die kleine Anliegerstraße am Frankenhainer Weg: Eigentümer der fünf Wohnhäuser dort wehren sich gegen die Sicherung des Hangs zwischen Straße und Gebäudezeile, der ist Eigentum der Stadt. Außerdem wollen sie keinen beitragspflichtigen Straßenausbau. Was ist da los?

Was geplant ist

Das Projekt steht laut Planer seit 2011 auf dem Aufgabenzettel der Stadt, seit Kurzem stehen im Haushalt 300.000 Euro nach längeren Beratungen zur Verfügung. 140.000 Euro davon sind nunmehr für die Zufahrt und die Sicherung der Böschung als öffentlicher Anteil vorgesehen, der Rest für den Gehweg unterhalb entlang der Schwalm und die Befestigung des Ufers, Länge rund 250 Meter.

Wie gebaut werden soll

Die externen Planer wollen Bäume und Büsche ganz oder zu großen Teilen fällen und entfernen, Entwässerungen und Eisenwinkel einbauen und die Hänge mit Matten belegen. Dann soll neu bepflanzt werden, die Wurzeln ausgewählter Büsche und Gräser sollen den Hang allmählich natürlich befestigen.

Was die Anlieger sagen

Die machen dagegen mobil, Anwohnerin Christiane Decker erhielt Rederecht in den Ausschusssitzungen am Dienstagabend und kritisierte die Planungen scharf. Die Anwohner fühlten sich übergangen, es mache stutzig, dass das jüngste Gutachten von den Stadtwerken Schwalmstadt selbst beauftragt sei. Dass das Eichenwäldchen verschwinden und eine Betonbewehrung das Ufer begrenzen solle, sei schockierend. In einer groß angelegten Baumaßnahme solle ein Waldweg trotz problematischer Haushaltslage zum „Straßenbau XXL“ werden. Nun wollen die Anwohner Akteneinsicht beziehungsweise wichtige Dokumente, außerdem ein unabhängiges Zweitgutachten, zumal die Stadt viel Geld von ihnen wolle.

Was der Ausschuss sagt

Marcus Theis (CDU) forderte, den maroden Gehweg bis zum Ende des Frankenhainer Wegs zu sanieren, auch sei zu prüfen, ob man den Hang nicht den Anwohnern übereignen sollte, „dann ist der Kahlschlag vom Tisch“. Dr. Jochen Riege (Grüne) verlangte neue Beratungen, da die Fraktionen bislang nur von Winkelstützen am Ufer, nicht oben im Hang gewusst habe, deshalb sei Aufschub geboten.

Auch warnte er vor der Zerstörung des Wäldchencharakters. Zum Schluss herrschte Übereinkunft, dass eine Vertagung nötig ist, zumindest, bis mit der Naturschutzbehörde gesprochen wurde (Parlamentschef Reinhard Otto).

Information: Am Samstag, 3. Februar, 11 Uhr, bieten Anwohner einen Informationstermin vor Ort, Frankenhainer Weg 55 bis 65, an.

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