Pädagogisches Fachpersonal gesucht

Hephata Diakonie eröffnet neue Wohngruppen für minderjährige Flüchtlinge

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Gefährliche Reise: Zwei Bewohner der Hephata-Jugendhilfe zeigen auf einer Weltkarte den Weg, auf dem sie aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflohen sind.

Treysa. Sie fliehen vor Krieg, Terror und Unterdrückung. Und unter ihnen sind Tausende Kinder und Jugendliche, die ganz alleine in Deutschland ankommen.

„Gerade jenen minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Erwachsene zu uns kommen, müssen wir in besonderer Weise Schutz bieten“, sagt Harald Meiß, Leiter der Hephata-Jugendhilfe.

Im Auftrag von Jugendämtern in ganz Hessen eröffnet die Hephata Diakonie in diesen Tagen neue Wohngruppen und ist dafür auf der Suche nach pädagogischem Fachpersonal.

„Das Tempo, in dem wir derzeit neue Hilfeangebote entwickeln, ist rasant“, berichtet Meiß. Die Vorlaufzeit für die Eröffnung einer neuen Wohngruppe betrage derzeit meist nur wenige Wochen, manchmal sogar nur Tage. „Trotzdem gelingt es uns, die hohen Standards an die pädagogische Qualität der Begleitung aufrecht zu erhalten“, sagt Meiß.

Die Suche nach Fachpersonal gestalte sich zwar nicht einfach, das Interesse von Erziehern und Sozialpädagogen an einer Mitarbeit in diesem besonderen Arbeitsfeld der Jugendhilfe sei aber hoch. „Der Wissensschatz unserer Mitarbeitenden und die Erfahrung aus mehr als 25 Jahren sozialer Arbeit für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge helfen uns bei der Gewinnung neuer Kollegen“, so Meiß.

Die Hephata-Jugendhilfe engagiert sich in ganz Hessen und in Teilen von Rheinland-Pfalz. An folgenden Orten entstehen im Auftrag der jeweiligen Jugendämter neue Wohngruppen der Hephata-Jugendhilfe: Treysa: Im Gästehaus „Bienenkorb“ neben der Hephata-Kirche entstehen derzeit zehn Plätze. Borken: In der Alten Mühle Gombeth gibt es ab heute in dem bisherigen Gästehaus 21 Plätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sieben weitere Plätze sollen in nächster Zeit in einem Nebengebäude entstehen. Fuldatal: Im „Gut Eichenberg“ betreut Hephata ab sofort 20 minderjährige Flüchtlinge. Hier übernimmt Hephata die Verantwortung. Grebenstein: In einem Wohnhaus entsteht eine Wohngruppe für elf Flüchtlinge. Kassel: In Harleshausen entsteht eine neue Wohngruppe „Am Wäldchen“ in einem ehemaligen Wohnpflegeheim. Hier wird es 17 Plätze geben. Außerdem betreut Hephata demnächst 28 junge Flüchtlinge im Hotel „Tiffany“ – die dort bereits existierende Wohngruppe wird vergrößert. Weitere Plätze in der Stadt Kassel sind in Planung. Hinzukommen sollen 20 weitere Plätze im Werra-Meißner-Kreis, wo eine Immobilie in Eschwege geprüft wird.

Alle Stellenausschreibungen und Bewerbungsmöglichkeiten unter http://bewerbung.hephata.com

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